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Connie Hedegaard: „Diese Zahlen zeigen, dass Emissionen ohne Nachteile für die Wirtschaft gesenkt werden können.“

Tube with smoke on winter sunset © Zoonar

Die Europäische Kommission veröffentlichte heute ihren Jahresbericht zum Fortschritt der Europäischen Union hinsichtlich ihres Ziels der Senkung der Treibhausgasemissionen gemäß dem Kyoto-Protokoll. Gleichzeitig legte die Europäische Umweltagentur (EUA) ihre neuesten Analysen der Trends bei den Treibhausgasen in der EU vor.

Connie Hedegaard gab dazu folgende Erklärung ab: „Die EU hält ihre Kyoto-Verpflichtungen ein. Unsere Wirtschaftsleistung ist seit 1990 um 48 Prozent gestiegen, doch die Emissionen sind um 18 % gesunken. Diese Zahlen zeigen, dass Emissionen ohne Nachteile für die Wirtschaft gesenkt werden können. Es ist wichtig, dass wir auf diesem Weg weitergehen. Wir werden das Ziel einer Senkung der Emissionen um 20 % bis 2020 nicht automatisch erreichen. Wir müssen weitere Anstrengungen unternehmen und durch neue Initiativen und Rechtsvorschriften, zum Beispiel die Energieeffizienzrichtlinie, sogar höhere Einsparungen als die vorgegebenen 20 % anstreben.“

Die Emissionen von 2011 folgen dem seit 2004 beobachteten Trend. Seit 1990 ist das BIP in den 27 EU-Mitgliedsländern um 48 % angestiegen, doch die Treibhausgasemissionen sanken gleichzeitig um 18 %.  Die 15 älteren und 10 weitere Mitgliedstaaten, die jeweils individuelle Selbstverpflichtungen eingegangen sind, sind auf dem besten Weg, ihre Ziele der Senkung der Emissionen gemäß dem Kyoto-Protokoll für den Zeitraum 2008 bis 2012 zu verwirklichen.

Ab 2013 wird die EU jährlich Ziele zur Senkung der Emissionen vorgeben, die einer 20-prozentigen Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber dem Niveau von 1990 entsprechen.

Auf den internationalen Klimagesprächen in Durban im letzten Jahr wurden Verhandlungen über einen Rechtsrahmen der Vereinten Nationen nach 2020 eingeleitet, der alle Länder umfassen, bis 2015 abgeschlossen und 2020 in Kraft treten soll.  Im Zuge des Übergangs zu diesem neuen Rechtsrahmen wurde in Durban außerdem ein zweiter Verpflichtungszeitraum für das Kyoto-Protokoll vereinbart, der ab Januar 2013 beginnt. Die EU hat sich dem bereits angeschlossen.   Ebenfalls in Durban wurde beschlossen, die Klimaschutzlücke in Angriff zu nehmen, die bis 2020 überwunden werden muss, um die globale Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter auf maximal 2 °C zu beschränken.

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Letzte Aktualisierung: 21/03/2014 | Seitenanfang