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REGION DE LA SEMAINE

Peloponnes

(11 - 02 - 2013)

Peloponnes

Der EU-Kommissar für Regionalpolitik, Johannes Hahn, reist nach Griechenland, um die Umsetzung der regionalpolitischen Projekte im Land in Augenschein zu nehmen. Insbesondere besucht er am 15. Februar den Peloponnes und trifft dort Petros Tatoulis, den Gouverneur der Region Peloponnes, und besucht von der EU finanzierte Projekte in Tripolis.

Im Zeitraum 2007-2013 erhält der Peloponnes zusammen mit Westgriechenland und den Ionischen Inseln EU-Finanzmittel in Höhe von 914 Mio. EUR über das operationelle Programm Westgriechenland, Peloponnes, Ionische Inseln. Die EU-Investitionen in der Region konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Verkehrsinfrastruktur, Umwelt, ländliche und städtische Entwicklung, Kultur, Unternehmertum und digitale Konvergenz, soziale Infrastruktur und Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialfürsorge.

Der Peloponnes umfasst den südlichen Teil Griechenlands. Die Region erstreckt sich über 15 490 km2 (11,7 % Griechenlands) und hat eine Bevölkerung von ungefähr 640 000 Menschen. Das Pro-Kopf-BIP des Peloponnes liegt bei 75,1 % des EU-Durchschnitts (Stand 2009).

Was sind die Prioritäten der Region?

Infrastruktur und Erreichbarkeit

- Verbesserung und Ausbau des Fernstraßennetzes

- Verbesserung und Ausbau des Land-/transkommunalen und interkommunalen Straßennetzes

- Modernisierung/Ausbau der grundlegenden Hafeninfrastruktur

- Verbesserung der Stadtplanung

 

Digitale Konvergenz und digitales Unternehmertum

- Integration neuer Technologien in den Produktionsprozess der Unternehmen: Unterstützung des Zugangs von KMU zu modernen IKT-Instrumenten, einschließlich Investitionen in technologische Ausrüstung und Installation von PCs.

- Modernisierung und Straffung der regionalen öffentlichen Verwaltung, um die Bedürfnisse der Unternehmen und der Bevölkerung besser erfüllen zu können: Einführung und Nutzung von IKT, Entwicklung und Anwendung digitaler Technologien zur Modernisierung der organisatorischen Verwaltungskapazitäten.

 

Nachhaltige Entwicklung und Lebensqualität

- Förderung von Monumenten und archäologischen Stätten sowie Schutz und Förderung von Gebieten natürlicher Schönheit und anfälligen Gebieten, um das Tourismusangebot der Region auszuweiten und facettenreicher zu gestalten (der Tourismus ist in der Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor).

- Modernisierung und Verbesserung der Effektivität und Funktionalität von sozialer Infrastruktur, Bildung, Gesundheit und Sozialfürsorge. Das Ziel ist die Verbesserung und der Aufbau der Infrastruktur rund um Grundschul- und höhere Schulbildung, Gesundheitszentren und Einrichtungen der Sozialfürsorge.

- Steigerung der Funktionalität der Infrastruktur der städtischen und halbstädtischen Gebiete der Region

- Verbesserung des Zustands des Trinkwassers und/oder Steigerung der Anzahl der Bewohner der Region und der Besucher, die von Trinkwasser profitieren, sowie Reduzierung der Trinkwasserverluste.

- Schutz der Umwelt vor Fest- und Flüssigabfällen.

- Regeneration ländlicher/unterentwickelter Gebiete.

 

Welchen Beitrag leistet die EU-Regionalpolitik?

Im Zeitraum 2007-2013 fließt voraussichtlich der Großteil der Finanzmittel der EU-Regionalpolitik – im Peloponnes sind dies ungefähr 368 Mio. EUR – in Interventionen, die sich auf Lebensqualität und nachhaltige Entwicklung konzentrieren. Ungefähr 500 Krankenhausbetten sollen gebaut oder modernisiert werden. Der Bau von zwei Mülldeponien ist geplant.

Zwei Abwasserbehandlungsanlagen sollen gebaut werden. Im Bereich Infrastruktur und Erreichbarkeit sollen 85 km Fernstraßen ausgebessert und modernisiert werden.

Was digitale Konvergenz und Unternehmertum angeht, wird davon ausgegangen, dass sich 1 100 Unternehmen an der Umsetzung des Programms beteiligen werden. Darüber hinaus werden ungefähr 300 Tourismusunternehmen modernisiert.

Projektbeispiele

- Fertigstellung des Wasserversorgungsnetzes in Nafplio: EU-Mittel:

2 975 000 EUR

Dieses Projekt gehört zu den 181 kofinanzierten Schwerpunktprojekten, welche die griechischen Behörden und die Kommission im November 2011 ausgewählt haben, weil sie einen hohen Mehrwert der Investitionen versprechen und Arbeitsplätze schaffen. Durch das Projekt soll das interne Wasserversorgungsnetzwerk der Stadt Nafplio und der umliegenden Wohngebiete Karathona und Exosti fertiggestellt werden. Das geplante Netzwerk hat eine Länge von insgesamt 36,39 km. Darüber hinaus gehören der Austausch veralteter Rohrleitungen und die Lieferung und Installation von zwei Wassertanks aus Metall zum Projekt. Die Umsetzung des Projekts wird die Lebensqualität und Attraktivität der Region verbessern. Das Projekt soll im Juni 2014 abgeschlossen werden.

- Hafen von Gythio: EU-Mittel: 18 902 300 EUR

Auch dieses Projekt steht auf der Liste der Schwerpunktprojekte und wird in einer der wichtigsten Städte der Region durchgeführt: Gythio. Die Arbeit konzentriert sich auf die Anforderungen des Hafens von Gythio hinsichtlich der Größe der Schiffe, die den Hafen voraussichtlich anlaufen werden. Der Pier des Hafens wird in Richtung des bereits bestehenden kurzen Teils des Piers um 110 Meter verlängert.

An den Anlegestellen an der Westseite des Piers, die durch die geplante Verlängerung entstehen werden, werden Fähren mit bis zu 150 Metern Länge anlegen können, während die Flächen auf der Ostseite für Kreuzfahrtschiffe von bis zu 200 Metern Länge geeignet sein werden. Das Projekt ist besonders für den zufriedenstellenden Betrieb des Hafens wichtig, insbesondere im Sommer. Es wird sich voraussichtlich nachweisbar auf das wirtschaftliche Leben des Peloponnes auswirken und der Weiterentwicklung des Tourismus zugute kommen. Das Projekt soll im März 2014 abgeschlossen werden.

- Burg von Karitena: EU-Mittel: 1 105 000 EUR

Die fränkische Burg von Karitena wurde Mitte des 13. Jahrhunderts auf einem steilen Felsen erbaut; von dort aus beherrschten die Franken den Nordosten Arkadiens. Zum Projekt gehören Sanierungsarbeiten an den Hauptgebäuden, die sich an den Hängen des Hügels befinden, sowie die Restaurierung des historischen Wegs. 

Auch dieses Projekt steht auf der Liste der Schwerpunktprojekte und soll die historischen Monumente der Region ins Rampenlicht rücken sowie Touristen anziehen.

Weitere Informationen:

Verwaltungsbehörde

Region Peloponnes