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REGION DER WOCHE:

Region Randstad

(26 - 06 - 2013)

Region Randstad

Am 26. und 27. Juni trifft sich Kommissar Hahn in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam im Herzen der Region Randstad zu einem Ideenaustausch mit dem Bürgermeister von Amsterdam und verschiedenen Interessenvertretern. Im Rahmen dieses Austauschs wird erörtert, wie die verschiedenen Städte und insbesondere die Hauptstadt im nächsten Programmzeitraum 2014-2020 einen Beitrag zur Erreichung der Ziele der Strategie Europa 2020, wie beispielsweise nachhaltige Stadtentwicklung und Innovation, leisten können. Rund ein Viertel der EU-Mittel sind für die vier großen Städte in der Region, d. h. für Amsterdam, Utrecht, Rotterdam und Den Haag vorgesehen. Mit den Mitteln sollen Innovation und Unternehmertum gefördert sowie die sozioökonomische Attraktivität dieser Städte gesteigert werden.

Mit einer Bevölkerung von rund sieben Millionen Einwohnern zählt die Region Randstad zu den größten und am dichtesten besiedelten Großräumen Europas. In der Region liegen wichtige niederländische Industriestandorte sowie der größte europäische Seehafen in Rotterdam. Die Region Randstad zählt zu den wichtigsten Wirtschaftsräumen im Nordwesten Europas und ist bereits jetzt führend in puncto Unternehmertum und Innovation. Die Region verfügt über ein immenses Potenzial und kann aufbauend auf ihren zahlreichen Stärken künftige Möglichkeiten ausschöpfen.

Allerdings ist die Region auch mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Die starke Urbanisierung geht untrennbar einher mit Problemen wie Lärmbelästigung und Luftverschmutzung, Mobilitätsproblemen, Engpässen auf dem Immobilienmarkt sowie sozialen Problemen. Da die Randstad nahezu vollständig unterhalb des Meeresspiegels liegt, ist die Region zudem unmittelbar von dem Klimawandel und dem Anstieg der Wasserstände bedroht.

 

Welchen Beitrag leistet die EU-Regionalpolitik?

Im Programmzeitraum 2007-2013 investiert die EU über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms „Kansen voor West“ (Möglichkeiten für den Westen) 311 Millionen Euro in die Randstad und die angrenzende Provinz Flevoland. Ziel der meisten Investitionen in die Region ist die Stärkung von Clustern (z. B. in den Bereichen Biowissenschaften, Umwelttechnologie und Kreativwirtschaft) sowie die Förderung von Unternehmertum und Innovation in kleinen und mittleren Unternehmen. Außerdem werden verschiedene Projekte mit den Schwerpunkten Energieeffizienz und erneuerbare Energien gefördert. Das Investitionsvolumen für die geförderten Projekte beläuft sich insgesamt auf mehr als eine Milliarde Euro. 

 

Projektbeispiele

EYE Film-Institut Niederlande: EU-Mittel: 1 500 000 EUR

Das EYE Film-Institut ist das niederländische Zentrum für Filmkultur und Filmerbe und hat sich die Unterstützung der Filmszene in den Niederlanden sowie die Förderung des niederländischen Films im In- und Ausland zum Ziel gesetzt. Gegenstand der Projektförderung sind die Ausstattung des Institutsgebäudes sowie die Entwicklung und Umsetzung eines Marketing- und Kommunikationsplans, mit dem insbesondere Beziehungen zu neuen Zielgruppen aufgebaut werden sollen.

Amsterdam Smart City: EU-Mittel: 1 564 140 EUR

Ziel des Projekts Amsterdam Smart City ist die Positionierung der Region Amsterdam als ein Standort, an dem durch nachhaltige unternehmerische Tätigkeit die regionale Wirtschaft gestärkt wird. Die grundlegende Idee des Projekts ist die Nutzbarmachung von Kommunikations- und Informationstechnologien zur Erzielung von Energieeinsparungen. Einwohner, Unternehmen und Behörden arbeiten vor diesem Hintergrund gemeinsam an der Entwicklung und Umsetzung innovativer Projekte. Ziel der Initiative ist die Senkung der CO2-Emissionen in der Region Amsterdam um 20 %.

Pilotanlage Bioprocess: EU-Mittel: 4 645 000 EUR

Die Pilotanlage Bioprocess ist ein Forscher und Studenten aus aller Welt zugängliches Kompetenz- und Technologiezentrum mit Sitz in Delft. Hier testen Unternehmen, Universitäten und weitere Forschungs- und Bildungseinrichtungen gemeinsam die Umsetzbarkeit ihrer Ideen zur großmaßstäblichen Umgestaltung einer auf fossilen Brennstoffen beruhenden Wirtschaft zu einer stärker biologisch orientierten Wirtschaft. Die Mitwirkenden können anhand der verfügbaren Module ihren eigenen Testprozess entwickeln. Zu den verfügbaren Ressourcen vor Ort zählen ein Bioraffinerieabschnitt, eine Pilotanlage für Biochemikalien, eine Pilotanlage für erweiterte Bioprozesse sowie eine Trenntechnikanlage.

Entwicklung von Offshore-Gezeitenkraftwerken: EU-Mittel: 1 720 269 EUR

Nordholland ist nahezu komplett von Wasser umgeben und damit ein idealer Standort für die Erforschung der Gezeitenenergie. Ziel des Projekts ist die Identifizierung und Beseitigung von Hindernissen für die Umsetzung von Offshore-Gezeitenkraftwerken im großtechnischen Maßstab. Das Konsortium setzt sich zusammen aus dem niederländischen Tidal Testing Centre in Den Oever sowie einer ausgewogenen Gruppe aus Unternehmen und Forschungsinstituten. Gegenstand des Projekts ist unter anderem die Entwicklung und Prüfung einer schwimmenden Plattform für Offshore-Gezeitenkraftwerke sowie die Untersuchung der Umweltauswirkungen von Gezeitenkraftwerken.

 

Weitere Informationen:

Operationelles Programm „Westliche Niederlande“