Navigationsleiste

REGION DER WOCHE:

Vorarlberg

(08 - 04 - 2013)

Vorarlberg

Am 11-12 April wird EU-Kommissar für Regionalpolitik Johannes Hahn an dem Energieforum in Lech am Arlberg, im österreichischen Bundesland Vorarlberg, teilnehmen.

Welche Prioritäten verfolgt die Region?

Vorarlberg grenzt an Deutschland, Liechtenstein und die Schweiz. Die malerische Berg- und Seenlandschaft macht es zu einem beliebten Urlaubsziel. Es zählt knapp über 370 000 Einwohner und ist eine der wirtschaftlich dynamischsten und prosperierendsten Regionen Österreichs. Das Pro-Kopf-BIP lag 2009 31,4 % über dem EU-Durchschnitt.

Trotz günstiger Lage und hoher Wirtschaftsleistung steht die Region vor einer Reihe von Herausforderungen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität zu halten. Dazu zählen:

  • die Sicherstellung der produktiven Anwendung von Forschung und Entwicklung;
  • die Wahrung der Umweltqualität;
  • und der Abbau des Stadt-Land-Gefälles in der Region.

Wie hilft die EU-Regionalpolitik dabei?

Die Europäische Union investiert im Programmplanungszeitraum 2007-2013 rund 17,7 Mio. € in Vorarlberg. Die EU-Finanzierung soll einen Hebeleffekt von 125 Mio. EUR dank den nationalen öffentlichen und anderen privaten Investitionen haben. 85% der EU–Finanzierung sind bereits für Projekte angewiesen.

Die im Programm „Regionale Wettbewerbsfähigkeit Vorarlberg“ festgelegten Prioritätsachsen für EU-finanzierte Investitionen sind u. a.:

  • die Stärkung von Innovation und die Förderung einer wissensbasierten Wirtschaft;
  • die Anhebung der Qualitäts- und Technologiestandards in den wirtschaftlichen Schlüsselsektoren;
  • die Förderung des Tourismussektors;
  • der Schutz vor Naturgefahren;
  • sowie erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Vorarlberg ist gemeinsam mit Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz auch aktiv am grenzüberschreitenden Programm Bodensee beteiligt.

Beispiele von EU- kofinanzierten Projekten:

  •  Das Biomasseheizwerk Hirschegg im Kleinwalsertal ist ein Beispiel für die Förderung von Nachhaltigkeit. Dort wird Raumwärme aus erneuerbarer Energie produziert. 134 Hotels, Gewerbebetriebe, private Haushalte und öffentliche Gebäude sind an das Netz angeschlossen. Das gesamte im Tal anfallende Brennholz soll in der Anlage in Hirschegg verwertet werden. Mit diesem Projekt werden jährlich rund 5.300 Tonnen CO2 eingespart. Das Biomasseheizwerk mit Gesamtkosten von rund 11 Millionen Euro wird im Rahmen des EU-Regionalförderprogramms mit über 3,2 Millionen Euro (EU, Bund und Land) gefördert.
  • Bachmann electronic GmbH: Mit Stammsitz in Feldkirch ist Bachmann electronic GmbH eines der innovativsten Entwicklungsunternehmen der Welt. Neben „Marine & Offshore“-Projekten investiert das Unternehmen in Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien, wie Wasserkraft, Biogas und Solar. Eines der von der EU geförderten Forschungsprojekte setzte sich zum Ziel, im Bereich der Automatisierungstechnik die funktionale Sicherheit vor Ort - und damit den Schutz von Personen und der Umwelt - zu erhöhen. Dazu werden Einrichtungen eingesetzt, die auch im Fehlerfall das Restrisiko erheblich reduzieren.
  • High Q Laser ist ein international führender Anbieter von Lasergeräten für wissenschaftliche, medizinische und industrielle Anwendungen. Dieses Familienunternehmen hat mit über 60 wissenschaftlichen Publikationen und 70 Patenten beeindruckende Erfolge auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung vorzuweisen. Die EU hat sich mit 121 000 € an den Kosten für den Bau neuer Räumlichkeiten beteiligt.

 Weitere Informationen: