Navigationsleiste

REGION DER WOCHE:

Slowenien

Slovenia

08/03/2012

Am 8. März wird Kommissar Hahn zu einem Treffen mit Premierminister Janez Janša und verschiedenen Regierungsmitgliedern, die für die Umsetzung der EU-finanzierten Programme zuständig sind, in Slowenien erwartet.

Dies ist eine gute Gelegenheit, über Sloweniens Position in den laufenden Verhandlungen über die Vorschläge der Kommission zur EU-Kohäsionspolitik nach 2013 zu sprechen. Der Kommissar wird das Technologische Forschungszentrum in Ljubljana besuchen, das mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Details finden Sie unten) unterstützt wurde.

Was sind die Prioritäten des Landes?

Slowenien grenzt an Italien, Österreich, Kroatien und Ungarn. Das Land erstreckt sich über etwas mehr als 20 000 km² und kann mit einer sehr facettenreichen Landschaft aufwarten, von den Alpen im Norden bis zur Adria im Süden. 

Mit einer Durchschnittsbevölkerung von 2,1 Millionen liegt das Pro-Kopf-BIP in Slowenien bei 85 % des EU-Durchschnitts (Stand 2010). Zwischen dem wohlhabenderen Westen des Landes, einschließlich der Hauptstadt Ljubljana, und dem weniger entwickelten Osten bestehen deutliche wirtschaftliche Unterschiede.

Sloweniens Wirtschaft ist stark exportorientiert, wobei die anderen EU-Länder eine besonders große Rolle spielen. 

Welchen Beitrag leistet die EU-Regionalpolitik?

Für den Programmzeitraum 2007-2013 wurden Slowenien gemäß dem Konvergenzziel über 4 Mrd. EUR aus den Strukturfonds und dem Kohäsionsfonds zugewiesen. 

Die EU-Mittel werden unter anderem in folgende Bereiche investiert:

  • Modernisierung und Aufbau des slowenischen Straßen- und Schienennetzes
  • Unterstützung des Unternehmertums, insbesondere Entwicklung kleiner Unternehmen
  • Innovation, Forschung und Entwicklung
  • Ausbau der Tourismusinfrastruktur
  • Abfall- und Wasserwirtschaftssysteme
  • Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
  • Schaffung von Arbeitsplätzen, soziale Integration und Gleichstellung

 

Zwischen 2007 und 2010 wurden über 500 Projekte zur lokalen Entwicklung gefördert, mehr als 150 Tourismusinfrastrukturprojekte, 700 Projekte, mit deren Hilfe kleine und mittlere Unternehmen (KMU) technische Ausrüstung erwerben konnten, und zwei Projekte zur Verbesserung der Hochschulinfrastruktur (Medizinische Fakultät in Maribor und Politehnika Ljubljana) wurden von der EU kofinanziert. Über 52 km Straße wurden neu gebaut und 15 große Umweltprojekte (Wasser- und Abfallwirtschaft) laufen noch.

Slowenien nutzt auch die Europäische territoriale Zusammenarbeit in vollem Umfang, indem es sich an verschiedenen grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen Programmen mit seinen Nachbarländern beteiligt.

Projektbeispiele

  • Technologisches Forschungszentrum JUB: Die EU unterstützte den Aufbau eines 3 000 m² großen Forschungs- und Trainingszentrums, das in einem Gebäude, das hohe Standards in der Energieeffizienz und der Verwendung erneuerbarer Energie setzt, untergebracht ist. JUB ist eines der ältesten Chemieunternehmen Sloweniens. Seit über 130 Jahren werden dort Farben hergestellt.
  • Säuberung des Flusses Savinja: Die Einwohner von Celje, der drittgrößten Stadt Sloweniens, werden dank EU-Investitionen in eine neue Abwasserbehandlungsanlage Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten und die Umwelt, in der sie leben, wird gesünder werden. Die Anlage wird verhindern, dass städtische und industrielle Abwässer die Savinja verschmutzen. 
  • Renovierung und Modernisierung von Berghütten: Jährlich zieht es circa 3 Millionen Wanderer in Sloweniens Berge. Bald werden sie auf einer der 165 Berghütten des Landes einen viel komfortableren Aufenthalt genießen können. 22 dieser Hütten werden mit Unterstützung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung modernisiert und renoviert werden.
  • Beschäftigung von Hochschulabsolventen: Dank des Absolventenprogramms sind Hochschulabgänger weniger von Arbeitslosigkeit bedroht. Das Programm bringt Studenten schon vor dem Ende des Studiums in geeigneten Unternehmen unter und bezuschusst ihre Beschäftigung am selben Arbeitsplatz nach dem Abschluss. 

 

Weitere Informationen