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REGION DER WOCHE:

Madrid

Madrid

01/03/2012

Die Region Madrid liegt im geografischen Zentrum der iberischen Halbinsel und grenzt an die Autonomen Gemeinschaften Kastilien-La Mancha sowie Kastilien und León. In der 8 030,1 km² großen Region leben 6 489 680 Einwohner.

Die dynamische Wirtschaft der Region Madrid generiert über 17,7 % des spanischen BIP. Das regionale Pro-Kopf-BIP Madrids ist das höchste Spaniens (33 % über dem nationalen Durchschnitt) und liegt bei 129 % des EU-Durchschnitts. In der Region sorgen mehrere Faktoren für ein bedeutendes produktives Potenzial, u. a. die geografische Lage im Mittelpunkt der infrastrukturellen Netze sowie die umfassenden und modernen Telekommunikationsanlagen. Der Schwerpunkt der Wirtschaft Madrids liegt auf dem Dienstleistungssektor, der über 78 % des regionalen BIP generiert.

Was sind die Prioritäten der Region?

Die Gemeinschaft und Madrid konzentrieren ihre Ressourcen auf drei Bereiche:

  • Förderung der Innovation, des Unternehmertums und des Wachstums der wissensbasierten Wirtschaft durch Kapazitäten für Forschung und Innovation, u. a. durch neue Informationstechnologien und Kommunikation sowie die Entwicklung der Informationsgesellschaft in der Region.

  • Steigerung der Attraktivität der Region durch verbesserte Erreichbarkeit, Sicherstellung einer angemessenen Qualität und eines angemessenen Niveaus der Dienstleistungsangebote und Umweltschutz.

  • Beitrag zur Schaffung zusätzlicher und besserer Arbeitsplätze.

Konkret heißt dies im Zeitraum 2007-2013:

  • 61,6 % der EFRE-Mittel fließen in Investitionen in die wissensbasierte Wirtschaft, in Innovation und Unternehmensentwicklung. Dies ist die Hauptsäule des Programms und soll Wissen und Innovationen stärken, damit durch das Wissen Madrids Führerschaft auf nationaler Ebene gefestigt und die Position der Region in der Europäischen Union gestärkt werden.

  • 17,4 % der EFRE-Mittel fließen in Energieressourcen und Verkehrsdienstleistungen. So wird die Energieeffizienz gefördert, die Erreichbarkeit und Lebensqualität aller Einwohner der Region verbessert.

  • 20,8 % der EFRE-Mittel dienen durch Maßnahmen zur Förderung der Tourismusangebote, der Bewahrung des Natur- und Kulturerbes und zur Entwicklung der kulturellen Infrastruktur einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Welchen Beitrag hat die EU-Regionalpolitik geleistet?

Spanien wird oft als gutes Beispiel dafür herangezogen, wie die Finanzierungshilfen der EU für die Modernisierung eines Landes und seiner Wirtschaft genutzt werden können. In den 20 Jahren nach dem EU-Beitritt (1986-2006) wurde Spanien mit ungefähr 100 Mrd. EUR zum größten Empfänger von EU-Solidaritätsleistungen.

Im Zeitraum 2000-2006 erhielt Madrid Unterstützung in Höhe von 1,29 Mrd. EUR.

Dank den Finanzmitteln aus dem EFRE konnten über 22 000 Unternehmen von den Programmen zur Unternehmensentwicklung profitieren, über 28 000 Hektar Landschaft renaturiert und über 3 300 Forscher unterstützt werden.

Außerdem wurden über 12 000 Unternehmer unterstützt und die Verbesserung der Berufsausbildung kam 200 000 Menschen zugute. 13 000 behinderte Menschen fanden einen Arbeitsplatz und die Lebensqualität von 50 000 Personen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht waren, konnte verbessert werden.

Im aktuellen Finanzierungszeitraum (2007-2013) ist Spanien nach Polen der zweitgrößte Empfänger von Finanzhilfen; Madrid erhält fast 337 Millionen EUR.

Project examples

  • Erweiterung der U-Bahn-Linie 11

    Die U-Bahn von Madrid gehört zu den größten und am schnellsten wachsenden U-Bahnen der Welt. Durch diese neue Erweiterung wird die Erreichbarkeit des Stadtbezirks La Fortuna, dessen Bevölkerung Vorhersagen zufolge in den nächsten 10 Jahren um fast 50 % wachsen wird, erheblich verbessert. So können 18 000 Nutzer befördert werden. Der Ausbau wurde vom EFRE mit 41,9 Millionen EUR bezuschusst.

  • Grünes und sauberes Madrid

    Das Projekt gehört zu Madrids Wasserwiederverwendungsprogramm, das eine Reihe von Maßnahmen umfasst, die Zone für Zone in der ganzen Stadt umgesetzt werden und von denen rund drei Millionen Einwohner profitieren sollen.

  • Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid-Barcelona-Frankreich

    72 % der Projektkosten der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid-Barcelona-Frankreich wurden im Rahmen der Kohäsionspolitik von der EU übernommen. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke bis zur französischen Grenze über Madrid und Barcelona ist bereits fertiggestellt. Die letzte Station der Strecke, an der Anbindung an die europäischen Hochgeschwindigkeitsnetze besteht, ist die internationale Verbindung Figueres-Perpignan, die seit Dezember 2010 im Einsatz ist. Die Hochgeschwindigkeitszüge erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/Stunde.

  • Hochgeschwindigkeitsstrecke Mittelmeer (Madrid-Ostküste)

    Eine von Europas neuesten Hochgeschwindigkeitsstrecken wird demnächst in Betrieb genommen und führt von Madrid an Spaniens Ostküste, ans Mittelmeer. Sie soll die lokale Reisezeit beträchtlich senken und die Verbindung zwischen etwas abgelegenen Gebieten deutlich verbessern. Außerdem sollen Pendler so ermutigt werden, ihr Auto stehen zu lassen und auf die umweltfreundlicheren Züge umzusteigen.


Weitere Informationen

Operationelles Programm Madrid