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REGION DER WOCHE: Euroregion Pyrenäen-Mittelmeer/EVTZ

Pyrenees-Mediterranean Euroregion

30/11/2011

Die Euroregion Pyrenäen-Mittelmeer wurde im Oktober 2004 geschaffen. Sie ist ein politisches Kooperationsprojekt zwischen den autonomen Gemeinschaften Katalonien und Balearen und den französischen Regionen Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrénées. Die Euroregion möchte im nordwestlichen Mittelmeerraum ein Zentrum nachhaltigen Wachstums auf der Grundlage von Innovation und wirtschaftlicher und sozialer Integration entwickeln. Gleichzeitig soll die Euroregion ein Kreuzpunkt des kulturellen Austausches sein. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 157 550 km2 und hat 15,2 Millionen Einwohner. Das gemeinsame Ziel der Partner der Euroregion Pyrenäen-Mittelmeer ist die Herstellung einer nachhaltigen Entwicklung im nordwestlichen Mittelmeerraum und die Förderung der Innovation in diesen geografischen Gebieten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit kultureller und wirtschaftlicher Netze innerhalb der Region.

Die Partnerschaft wird jetzt von einem Rechtsinstrument der EU – dem Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) – unterstützt. Dies soll die grenzübergreifende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit erleichtern und fördern.

Was sind die Prioritäten der Region?

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung in der Euroregion Pyrenäen-Mittelmeer unterstützt die transnationalen Kooperationsinitiativen, die Interreg-III-A- und Interreg-IV-B-Programme Südwesteuropa (SUDOE). Schwerpunktbereiche sind unter anderem:

  • Förderung von Forschung und Innovation durch den Aufbau von Technologienetzwerken
  • Nachhaltige Entwicklung – Schutz der Umwelt und der natürlichen Umgebung
  • Bessere Infrastruktur und besserer Zugang zu Informationsnetzen
  • Integrative und nachhaltige Stadtentwicklung

Welchen Beitrag leistet die EU-Regionalpolitik?

Der EVTZ Pyrenäen-Mittelmeer hilft der Euroregion, ihre Ziele zu erreichen, insbesondere die grenzübergreifende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit und den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt. Er ermöglicht die Zusammenarbeit auf zahlreichen Gebieten. Beispiele:

  • Hochschulausbildung und Forschung: Entwicklung des „Eurocampus“
  • Kultur: Aufforderungen zur Bewerbung für kulturelle Projekte, die von den vier Regionen finanziert werden
  • Wirtschaftliche Entwicklung: Förderung von Existenzgründungen

Projektbeispiele

  • CreaMed: Der EVTZ Pyrenäen-Mittelmeer ist federführender Partner des CreaMed-Projekts im Rahmen des SUDOE-Programms für territoriale Zusammenarbeit zur Förderung von Existenzgründungen durch ein Netz von Gründerzentren in der Region. Das Gesamtziel des SUDOE-Programms ist die Festigung der Zusammenarbeit in südwesteuropäischen Regionen in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Umweltschutz sowie nachhaltige Raumplanung und Entwicklung der Region. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,5 Millionen EUR. Davon werden rund 1,1 Millionen EUR vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beigesteuert.

  • Grenzübergreifendes Krankenhaus Cerdagne: Der Kofinanzierungsanteil für Europas erstes grenzübergreifendes Krankenhaus in Puigcerdà (für Gemeinden auf beiden Seiten der Pyrenäen) beträgt 60 % der Projektinvestitionssumme. Die Gesamtkosten für den Bau des Krankenhauses belaufen sich auf 31 Millionen EUR. Etwa 60 % davon (d. h. 18 Millionen EUR) werden vom EFRE finanziert, während 40 % von staatlichen Instanzen in Spanien und Frankreich übernommen wurden. Das Krankenhaus soll im Juni 2012 eröffnet werden.

  • Eurocampus: Der EVTZ Pyrenäen-Mittelmeer ist die treibende Kraft der euroregionalen Strategie zur Entwicklung eines Eurocampus, der von den Studentenzahlen her größten europäischen Hochschulinstitution. Der Eurocampus Pyrenäen-Mittelmeer fasst Hochschuleinrichtungen zusammen, mit dem Ziel, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Mobilität von Studierenden, Lehrpersonal und Wissenschaftlern zu fördern.

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