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REGION DER WOCHE: LISSABON (PORTUGAL)

The Estação do Oriente station designed as an integral part of an exhibition site and shopping complex, Lisbon, Portugal.

21/11/2011

LKommissar Hahn traf am 17. und 18. November in Lissabon mit mehreren Regierungsvertretern zu einer Bestandsaufnahme der Kohäsionspolitik in Portugal zusammen. Bei den Gesprächen wurde die Möglichkeit diskutiert, einen Teil der EU-Fonds neu auf Wachstums- und Beschäftigungssektoren auszurichten.

Wo liegen die Prioritäten der Region?

Die Region Lissabon liegt im Westen Portugals im Bereich der Tejo-Mündung. Ihr BIP pro Kopf lag im Jahr 2008 bei 109 % des EU27-Durchschnitts (Quelle: Eurostat).

Die Region verfolgt die Priorität, den Wandel zur kosmopolitischen Metropole zu vollziehen, integraler Bestandteil einer wissensbasierten Gesellschaft zu werden und ihre Attraktivität beizubehalten, indem sie ihre territorialen und naturlandschaftlichen Trümpfe auspielt und ihre Lage im europäisch-atlantischen Raum herausstellt. Eine nachhaltige Sozial- und Umweltpolitik, die Stärkung der regionalen Kohäsion, die Aufwertung der kulturellen und ethnischen Vielfalt sowie verantwortungsvolles Handeln bilden die Voraussetzungen für diese Entwicklung.

Welchen Beitrag hat die EU-Regionalpolitik geleistet?

Die Region wird aus einem Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt, der im Zeitraum 2007 bis 2013 einen Gemeinschaftsbeitrag in Höhe von 306.7 Millionen Euro bereitstellt. Die wichtigsten Prioritäten im Einzelnen:

  • Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wissen:Förderung von Innovationen und technologischer Entwicklung, Technologietransfer, Internationalisierung der regionalen Wirtschaft.

  • Nachhaltiges Wachstum in der Region:Entwicklung innovativer Lösungen für die Probleme in städtischen Gebieten, Erleichterung der Mobilität der Bevölkerung, Begünstigung umweltfreundlicher Verkehrsmittel, Recycling, Verbesserung der Umwelteffizienz der öffentlichen Dienste.

  • Sozialer Zusammenhalt:Stadterneuerung, soziale Eingliederung von Einwanderern und Unterstützung der ärmeren Bevölkerungsschichten.

Beispielprojekte

  • Die Metro in der Region Lissabon: Bereits finanziert hat die Europäische Union den Bau der Linie „Sul do Tejo“ (79,5 Millionen Euro). Derzeit werden Investitionen für eine neue Generation von Fahrkartenautomaten bereitgestellt (4,3 Millionen Euro).

  • Nach seiner Restaurierung, die mithilfe von EU-Geldern realisiert werden konnte, erstrahlt der Turm von Belém, eines der bedeutendsten Wahrzeichen Portugals, in altem Glanz (133 Millionen Euro). Dank dieses Projekts wird das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Bauwerk vermehrt zum Anziehungspunkt für Touristen.

  • Jugendsymphonieorchester: Das Projekt „Orquestras Sinfónicas Juvenis“ dient der Förderung der sozialen Inklusion von Jugendlichen, die aus problematischen Stadtvierteln stammen. Mithilfe des Projekts lässt sich Lernversagen bekämpfen und die Schulabbrecherquote senken; es gilt als „bewährte Praxis“ auf europäischer Ebene. (EU-Investitionen: 343.000 Euro)

  • Zentrum für Unternehmensinkubation (Centro de Incubação de Empresas): Hier werden technische und logistische Projekte in innovativen Unternehmen und Start-ups der Region gefördert (EU-Investitionen: 2,4 Millionen Euro).

  • Im Rahmen des Projekts „Anditec“ wird Software und Hardware für Personen mit neurologischen Störungen entwickelt (EU-Investitionen: 30.000 Euro).

  • Das Unternehmen YDreams-Informática findet mit seinen High-Tech-Berührungsbildschirmen weltweit Beachtung (EFRE-Investitionen: 1,2 Millionen Euro).

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