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REGION DER WOCHE: Mittelmähren

03/10/2011

Střední Morava (Mittelmähren) liegt im östlichen Teil der Tschechischen Republik. Die Region grenzt an die Nachbarländer Slowakei und Polen.

Was sind die Prioritäten der Region?

Die größten städtischen Zentren der Region sind Olomouc, eine alte historische Stadt, und Zlín, eine Stadt mit starkem industriellem Hintergrund, insbesondere im Bereich der Herstellung von Schuhen.

Mit 51 % liegt die Erwerbsquote in Mähren sowohl unter dem Durchschnitt der EU als auch unter dem nationalen Durchschnitt. Der Dienstleistungssektor, insbesondere die Tourismusbranche, ist der wichtigste Beschäftigungsfaktor in Mittelmähren. Auf ihn entfallen fast 60 % der Arbeitsplätze. Das Pro-Kopf-BIP belief sich im Jahr 2010 auf 63 % des EU-Durchschnitts.

Welchen Beitrag hat die Regionalpolitik der EU geliefert?

Die EU wird im Programmzeitraum von 2007-2013 bis zu 657 Millionen EUR in Mittelmähren investieren. Die Region wird von Kofinanzierungen im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Höhe von 85 % profitieren.

Die Europäische Kommission hat die folgenden Prioritäten für Finanzierungen der EU mit den Behörden in Mittelmähren vereinbart:

  • Verbesserung der Straßen- und Schieneninfrastruktur der Region

  • Entwicklung und Wiederbelebung von Städten und ländlichen Gebieten

  • Unterstützung des Unternehmertums

  • Entwicklung von Tourismusinfrastruktur und -dienstleistungen

Projektbeispiele

1. Radweg Bečva Die Region Mittelmähren ist in der Tschechischen Republik als „Paradies für Radfahrer“ bekannt. Einer der beliebtesten Radwege heißt Bečva (so heißt auch ein Fluss in der Region). Bisher hat die EU 26 km der insgesamt 160 km dieses Radwegs finanziert. Dies wird wesentlich zur Entwicklung des Tourismus‘ in der Region beitragen.

2. Kultur- und Hochschulzentrum Zlín Der Multifunktionskomplex „Kultur- und Hochschulzentrum Zlín“ wurde von der weltberühmten Architektin Eva Jiřičná konzipiert. Das Zentrum dient auch als Konzerthalle und Konferenzzentrum. Es ist die einzige Einrichtung dieser Art in der Region.

3. Wiederbelebung der ehemaligen Kasernen in Kroměříž (Kremsier) Die Stadt hat beschlossen, die ehemaligen Kasernen nach dem endgültigen Abzug der dort stationierten Truppen anderweitig zu nutzen. Aus den Kasernen wurden Wohnblöcke für junge Familien und ältere Menschen.

4. Amphitheater und Westflügel des Schlosses in Velká Bystřice (Groß Wisternitz) Die Sanierung des Amphitheaters und des Schlosses wurde von der Stadt begrüßt, da sie über ein aktives gesellschaftliches und kulturelles Leben verfügt. Das Projekt wurde sogar mit dem Preis „Gebäude des Jahres“ in der Region Olomouc ausgezeichnet. Jetzt verfügt die Stadt über repräsentative Einrichtungen für kulturelle Veranstaltungen.

5. Palast des Erzbischofs in Olomouc Der Palast wurde nach der von der EU finanzierten Renovierung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Jahr 1848 begann der österreichische Kaiser Franz Joseph I. seine Regentschaft in diesen jetzt renovierten Räumlichkeiten. Bis zur Renovierung wurde der Palast nur von der Kirche genutzt. Das Projekt ist Teil des integrierten Plans für Olomouc und trägt zur Entwicklung des Tourismus’ in der Stadt und der Region bei.

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