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REGION DER WOCHE: ATTIKA (GREECE)

ATTIKA

12/09/2011

Kommissar Hahn trifft am 12. September in Athen mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Theodoros Pangalos und den an der Umsetzung der europäischen Kohäsionspolitik beteiligten Ministern zusammen. Sie bereiten gemeinsam das von 19. bis 21. September in Athen stattfindende Seminar für die Gouverneure der griechischen Regionen vor. Dabei soll nach Wegen gesucht werden, um die Nutzung von EU-Investitionen zu beschleunigen und die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen.

Seit 1. August erlaubt die Kommission Griechenland, den nationalen Beitrag zur Finanzierung europäischer Projekte zu reduzieren. Der Kofinanzierungsanteil kann jetzt für alle Programme im Rahmen der Kohäsionspolitik bis zu 85 % betragen. Damit können allein für das Jahr 2011 330 Mio. € bereitgestellt werden.

Welche Prioritäten verfolgt die Region Attika?

Das relativ überproportionale Wachstum der Hauptstadt Athen hat in den letzten Jahren eine Reihe von Problemen geschaffen. Die Region möchte daher mit einer ausgewogeneren Raumentwicklung gegensteuern. Ziel ist die Entwicklung von Athen als urbaner und internationaler Knotenpunkt Südosteuropas bei gleichzeitiger Verringerung der Infrastrukturschwächen der Stadt sowie der Region Attika. Die europäischen Investitionen werden von einem neuen städtischen Entwicklungsplan für die Region flankiert.

Wie hilft die EU-Regionalpolitik dabei?

Die Region erhält Mittel aus einem durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützten Programm, das für den Zeitraum 2007-2013 EU-Investitionen in Höhe von 2,4 Mrd. Eurovorsieht. Es ist in folgende Prioritätsachsen gegliedert:

  • Ausbau der Verkehrs- und der Energieinfrastruktur
    Ausbau des städtischen Nahverkehrsnetzes, Entwicklung des kombinierten Verkehrs, Ausbau der regionalen und transeuropäischen Straßenverkehrsachsen sowie Unterstützung von energie- und elektrizitätswirtschaftlichen Projekten.

  • Nachhaltige Entwicklung und Verbesserung der Lebensqualität
    - Ausbau der Systeme zur Wasser- und Abfallbewirtschaftung, Schutz der aquatischen Ressourcen, Förderung der Artenvielfalt und Schutz vor physischen und technologischen Gefahren;
    - Ausbau der Gesundheits- und der Sozialinfrastruktur (Kinderkrippen), Förderung der Nutzung elektronischer Dienste durch die Bürger sowie Ausbau der Bildungs-, kulturellen und touristischen Infrastruktur.

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, der Innovation und der digitalen Konvergenz
    Förderung der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in den Unternehmen, des Know-how-Transfers für die Entwicklung innovativer Produkte und des Technologietransfers in die Unternehmen, einschließlich der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), usw.

  • Wiederbelebung städtischer Gebiete
    Gegenstand dieser Prioritätsachse ist vor allem die Sanierung heruntergekommener Stadtteile.

Projektbeispiele

  • Attiko Metro
    Das Projekt hat eine radikale Veränderung des städtischen Verkehrs im attischen Becken bewirkt. Die Lebensbedingungen der Bewohner von Athen und die Luftqualität konnten damit verbessert werden. Die Fortführung der Arbeiten (Verlängerung einer U-Bahn-Linie) wird eine weitere Entspannung der Situation in Athen bringen.

  • Wasseraufbereitungsanlage auf der Insel Psyttalia
    Die Kläranlage von Athen ist eine der größten ihrer Art in Europa und trägt auch zur Verbesserung der Wasserqualität im Saronischen Golf bei.

  • Das neue Akropolis-Museum
    Die Regionalförderung hat (in Höhe von 20 Mio. Euro) zum Bau des neuen, im Jahr 2009 eröffneten Akropolis-Museum beigetragen. Es ist kein isoliertes Projekt, sondern Teil einer Reihe von Maßnahmen zur Förderung des kulturellen und archäologischen Erbes im ganzen Land. Ziel ist es, aus den zahlreichen Standorten Wirtschaftszentren zu machen, um so die Entwicklung anderer Aktivitäten zu ermöglichen.

Weitere Informationen

Operationelles Programm „Attika“
http://www.attikis.gr