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REGION DER WOCHE: RHÔNE-ALPES (FRANKREICH)

RHÔNE-ALPES

07/07/2011

Welche Prioritäten verfolgt die Region?

Die Wettbewerbsfähigkeit der südostfranzösische Region Rhône-Alpes profitiert von ihrer Lage am Schnittpunkt der europäischen Hauptverkehrsachsen. Sie gilt mit einem Pro-Kopf-BIP von 107 % des Durchschnitts der EU-27 im Jahr 2008 als eine wirtschaftlich sehr dynamische Region. Sie  ist im Bereich Innovation eine der erfolgreichsten Frankreichs, was sich u. a. an den 15 hier angesiedelten Kompetenzzentren zeigt, wovon 3 international ausgerichtet sind.

Ziel der Region ist es, einen Spitzenplatz im europäischen Innovationsranking zu erobern. Die Region hat in Sektoren wie der Biotechnologie, der Digitaltechnik und den Elektronikbauteilen sowie im Bereich Gesundheitswesen und Pharmazie in der Tat einiges zu bieten.

Eine Priorität der Region stellt auch die nachhaltige Entwicklung dar, die auf folgenden vier Säulen basiert: wirtschaftliche Entwicklung, Umweltschutz, soziale Solidarität und Governance (Beteiligung der Bevölkerung und Interessengruppen, Information, Aus- und Weiterbildung, ...).
Die Region Rhône-Alpes hat zusammen mit Katalonien, der Lombardei und Baden-Württemberg die Initiative „Vier Motoren für Europa“ ins Leben gerufen, die im Hochschul-, Wissenschafts-, Wirtschafts-, Kultur- und Sportbereich aktiv ist.

Wie hilft die EU-Regionalpolitik?

Innovation und nachhaltige Entwicklung werden auch im Programm „Rhône-Alpes", das im Rahmen der Regionalpolitik im Zeitraum 2007-2013 gefördert wird, großgeschrieben. Bis zum Jahr 2013 werden mithilfe der europäischen Investitionen 150 Kooperationsprojekte von Forschung und Industrie ins Leben gerufen und 1200 der innovativsten Unternehmen unterstützt. Das Programm sieht EU-Investitionen in Höhe von insgesamt 334 Millionen € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vor. Es ist in fünf Schwerpunktthemen gegliedert:

  • Innovation und wissensbasierte Wirtschaft (besondere Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen)
  • Diversifizierung und Förderung der Wirtschaftstätigkeit
  • Umweltschutz und Gefahrenvermeidung (insbesondere Energieeffizienz und Förderung der erneuerbaren Energien)
  • Zugänglichkeit – Verkehr und IKT (z. B. der Ausbau des multimodalen Verkehrs und von umweltverträglichen Verkehrsträgern)
  • Die Rhône als Achse für wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz (Strategie für die nachhaltige Entwicklung des Flusses und seines Einzugsgebiets)

Die Region wird regelmäßig von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht, bei denen auch Menschen zu Tode kommen. Aus diesem Grund unterstützt die Europäische Union den von der Präfektur von Rhône-Alpes koordinierten „Plan Rhône“, an dem die Regionen Bourgogne, Franche-Comté, Rhône-Alpes, Languedoc-Roussillon und Provence-Alpes-Côte-d’Azur beteiligt sind (MEMO/08/650).

Projektbeispiele

  • Die zwei Departements Ardèche und Drôme haben sich zusammengetan, um ein Großprojekt zur Schaffung eines Breitband- und Ultrabreitbandnetzwerks ins Leben zu rufen. Es soll den Bewohnern der über 700 Gemeinden, insbesondere in den ländlichen Gebieten, den Zugang zu den Informations- und Kommunikationstechnologien erleichtern. PDF
  • Das Spezialgebiet des Wissenschafts- und Technologiezentrums in Rovaltain ist die Umwelt- und Ökotoxikologie. Es untersucht die langfristigen Auswirkungen der Umweltverschmutzung auf die Lebensgemeinschaften und die Umwelt. PDF
  • Einrichtung einer Plattform für die Lagerung und Produktion von Energieholz in den Gemeinden von Mont Beauvoir. PDF
  • Erschließung des „Espace Eaux vives du Pilat Rhodanien“, ein sowohl bei Einheimischen als auch Touristen sehr beliebtes Ausflugsziel. PDF

Die Region ist auch an grenzübergreifenden Kooperationsprojekten mit Nachbarregionen in der Schweiz und Italien beteiligt und nimmt an transnationalen EU-Programmen (Alpenraum, Mittelmeer) teil:

  • Das gemeinsam mit der Schweiz durchgeführte Projekt „Géni'Alp“ soll Güter und Personen an den Gebirgsflüssen schützen und die biologische Vielfalt bewahren.
  • Das Exzellenzzentrum für allgemeine und berufliche Bildung (PEEF, Pôle d‘Excellence Education et FormationPDF ) setzt zusammen mit der Region Piemont grenzüberschreitende Impulse im Bereich des Jugendaustausches.

 

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