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REGION DER WOCHE: Südwestbulgarien

Sofia airport

14/06/2011

Welche Prioritäten verfolgt die Region?

Yugozapaden ist die Region, die Südwestbulgarien umfasst, einschließlich Sofia und den vier Provinzen, die die Hauptstadt umgeben (Blagoevgrad, Pernik, Kyustendil und Sofia). Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf von 73 % des EU-Durchschnitts (Zahlen von 2008) ist dieses Gebiet die reichste Region Bulgariens.

Sofia ist die reichste und am meisten entwickelte Stadt und Provinz Bulgariens. Die Stadt trägt zu über 30 % zum nationalen BIP Bulgariens bei und zieht 60 % der Internationalen Direktinvestitionen an. Der Dienstleistungssektor ist besonders wichtig, er repräsentiert 70 % der Wirtschaft der Stadt. Die verarbeitende Industrie umfasst die Metallverarbeitung, die Textilindustrie, Kautschuk- und Lederwaren sowie die Druck- und Elektronikindustrie. Außerdem ist Sofia ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt: Durch die Stadt verlaufen drei gesamteuropäische Verkehrskorridore:

  • Budapest – Vidin – Sofia – Thessaloníki
  • Skopje – Sofia – Burgas – Varna
  • Belgrad – Sofia – Plovdiv – Istanbul

 

Wie hilft die EU-Regionalpolitik?

Seit seinem Beitritt zur EU im Jahr 2007 wird Bulgarien mit Mitteln aus der EU-Regionalförderung für den Zeitraum 2007-2013 unterstützt. Für diesen Zeitraum hat das Land bisher Fördermittel in Höhe von 6,9 Milliarden € erhalten. Diese Mittel fließen in Projekte der folgenden Schwerpunktbereiche, die unter operationelle Programme fallen:

  • Verwaltungskapazität
  • Wettbewerbsfähigkeit
  • Umwelt
  • Entwicklung von Humanressourcen
  • Regionale Entwicklung
  • Verkehr
  • Technische Unterstützung.

 

Die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und der Zugänglichkeit ist eine Spitzenpriorität. Nahezu 2 Milliarden € (dies entspricht 30 % der Gesamtzuweisungen) werden aufgewendet, um das große Infrastrukturdefizit des Landes zu verringern. Vorrangige Projekte unter den transeuropäischen Netzwerken (TEN-T) zielen auf den Bau von 248 km Autobahntrassen ab. Über 2 100 km Straßen- und 780 km Schienennetze werden mithilfe dieser Mittel ausgebaut.

Rund 850 Millionen € sind für Investitionen in Forschung und Innovation vorgesehen. Es steht zu erwarten, dass durch die Mittel 110 Projekte entstehen, die Verbindungen zwischen Forschungsorganisationen und der Industrie aufbauen, die letztlich circa 300 Arbeitsplätze in der Forschung schaffen. Insgesamt werden 320 Millionen € in die Unternehmensunterstützung investiert. Es wurde eine Verpflichtung zur Verwendung von Finanzierungsinstrumenten eingegangen; nahezu 200  Millionen € flossen in die Initiative JEREMIE (Joint European Resources for Micro to Medium Enterprises, Gemeinsame europäische Ressourcen für kleinste bis mittlere Unternehmen) in Form von Garantien, Risikokapital und Mezzanine-Finanzierungen und Wachstumsfonds ...

67 € Millionen werden in die Entwicklung moderner Breitbandnetzwerke und E-Dienste für Unternehmen und Bürger investiert, und über 370 Millionen € werden in Beschäftigungsmaßnahmen, einschließlich Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, fließen.

Für Umweltschutz, Risikoprävention und Energieprojekte sind Investitionen in Höhe von 2,8 Milliarden € (42 % der Mittelzuweisungen) vorgesehen. Diese massiven Investitionen sollen Bulgarien helfen, die EU-Umweltstandards zu erfüllen und die Herausforderungen des Klimawandels anzupacken.

Projektbeispiele

  • Der Flughafen Sofia kann dank eines neuen Passagierterminals und einer Rollbahn, die mithilfe von EU-Mitteln gebaut wurden (über 3 Millionen Passagiere passieren den Flughafen jährlich) heute ein erhöhtes Flugaufkommen bewerkstelligen.
  • Der Ausbau von zwei großen Strecken der U-Bahn von Sofia wird mit EU-Mitteln finanziert. Damit soll der Straßenverkehr bis 2013 um 20 % reduziert sowie die Umweltverschmutzung und die Zahl der Verkehrsunfälle verringert werden. Weitere Informationen über den Zeitplan des Projekts und die Vorteile sind auf der Website der U-Bahn verfügbar.
  • Ein laufendes Projekt wird Kinderspielplätze, öffentliche Parks, Behinderteneinrichtungen und Untergrundbahnen in verschiedenen Teilen der Stadt Sofia modernisieren und renovieren. Diese Verbesserungen werden über 400 000 Menschen zugute kommen.

 

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