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REGION DER WOCHE: MITTELUNGARN

MITTELUNGARN

16/05/2011

Besuch von Regionalkommissar Hahn

Am 19. und 20. Mai wird Kommissar Hahn die Stadt Gödöllő, 30 km von Budapest entfernt gelegen, anlässlich des Treffens der europäischen für Kohäsionspolitik zuständigen Minister besuchen. Im Mittelpunkt der Beratungen wird die Zukunft der Politik nach 2013 stehen.

Welche Prioritäten verfolgt die Region?

Die Region besteht aus der Hauptstadt Budapest und dem Komitat (Verwaltungsbezirk) Pest. Mit ihren 3 Millionen Einwohnern – nahezu zwei Drittel leben in Budapest – ist die Region das bevölkerungsreichste Gebiet Ungarns.

Im europäischen Kontext weist die Region ein mittleres Innovationsniveau auf, das ihrer guten wirtschaftlichen Leistung nicht entspricht. Ziel ist es daher, diese Situation zu verbessern. Das BIP pro Einwohner der Region liegt 7 % über dem Gemeinschaftsdurchschnitt.

Mittelungarn kommt aufgrund seiner geographischen Lage eine sehr wichtige Rolle im Verkehrssektor zu, und zwar nicht nur für Ungarn, sondern für ganz Europa. Außerdem will die Region ihre Kultur- und Tourismusindustrie besser entwickeln.

Wie hilft die EU-Regionalpolitik?

Das von der Europäischen Union im Zeitraum 2007-2013 unterstützte regionalpolitische Programm umfasst Fördermittel in Höhe von 1,47 Milliarden Euro aus dem Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Zu den Zielen dieses Programms gehören:

  • Ausbau von FuE- und Innovationsaktivitäten (Aufbau von Forschungszentren, Verbesserung des Zugangs von kleinen und mittleren Unternehmen zu Kapital usw.)
  • Einbindung von regionalen Verkehrsverbindungen in internationale Straßenetze
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Fremdenverkehrs in der Region
  • Anhebung des Niveaus im Bildungs- und Gesundheitswesen
  • Verbesserung des Lebensumfelds der Bewohner (Umwelt, Gestaltung attraktiverer Wohngebiete usw.)


Circa 30 % der Mittelzuwendungen gingen bisher an die Projektträger.

Projektbeispiele

Am 24. Mai werden Expertenmitglieder des Koordinierungsausschusses der Fonds (COCOF) zwei im Rahmen der Regionalpolitik finanzierte Projekte vor Ort in Budapest besuchen:

  • Das Programm des Magdolna-Viertels ist ein Beispiel für eine „integrierte Stadtentwicklung“, wie sie auf europäischer Ebene gefördert wird. Das Programm ermöglichte die Schaffung neuer Grünflächen (unter Beteiligung der Bewohner an den Bepflanzungen), die Renovierung von Räumen für kleine und mittlere Unternehmen sowie die Einführung eines Programms zur Verbrechensprävention, eines Bildungsprogramms und die Schaffung eines „Gemeindehauses“.
  • Das Projekt „Semmelweis bridge“ hat die Bildung einer Forschungsgruppe aus Nachwuchsforschern, internationalen Experten und Industriellen zur Förderung der Forschung im Bereich von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ermöglicht. Ziel ist, die Faktoren zu finden, die Herzerkrankungen beeinflussen und neue Therapiemöglichkeiten für Herz-Kreislauf-Krankheiten bei bestimmten Patienten, insbesondere bei Sportlern, zu entdecken.


Auch die derzeitige Renovierung der Margit-Brücke in Budapest dürfte mit europäischen Mitteln finanziert werden (Großprojekt).


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