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REGION DER WOCHE: KROATIEN

KROATIEN

25-29/04/2011

Besuch von Kommissar Hahn

Am 28. und 29. April wird sich Kommissar Hahn nach Kroatien begeben und dort dem Donaugipfel in Vukovar beiwohnen. Gleichzeitig wird er mit dem kroatischen Premierminister und den Mitgliedern der Regierung zusammentreffen, die für die Umsetzung der Programme zur Beitrittsvorbereitung zuständig sind. Schließlich wird er ebenfalls eine neue, mit EU-Unterstützung finanzierte Wasseraufbereitungsanlage besuchen. 

Das Land selbst wird er dazu ermutigen, die Weichen für die künftigen Programme der Kohäsionspolitik zu stellen, die Kroatien nach seinem EU-Beitritt in Anspruch nehmen kann. Dies muss jedoch mit der Beschleunigung der derzeit unterstützten Projekte einhergehen.

Welche Prioritäten verfolgt das Land?

Das Land weist ein Pro-Kopf-BP auf, das 64 % des Durchschnitts der Gemeinschaft beträgt, und besitzt 4,4 Millionen Einwohner. Zudem zeichnet sich Kroatien durch eine stabile Marktwirtschaft aus. Dessen ungeachtet hat die Wirtschaftskrise zu einer stärkeren Verschuldung des Landes geführt, sodass es 2010 zu umfangreichen Haushaltskürzungen kam.

Kroatien konzentriert sich derzeit auf den EU-Beitritt.Die Beitrittsverhandlungen begannen 2005 und könnten 2011 abgeschlossen sein, sofern alle Kriterien erfüllt sind.

Wie hilft die EU-Regionalpolitik dabei?

Bis zu seinem Beitritt wird Kroatien durch das Instrument zur Vorbereitung auf den Beitritt (IPA) unterstützt. Die Programme konzentrieren sich auf fünf Aspekte: Übergang und Stärkung der Kapazitäten, regionale Entwicklung, regionale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Ausbau der Humanressourcen und Entwicklung des ländlichen Raums. Diese Programme, die mit den Programmen der europäischen Regionalpolitik vergleichbar sind, sollen Kroatien eine praxisorientierte Hilfe bieten. Insgesamt umfassen sie jährlich 150 Millionen €.

  • Das Programm für die Umwelt soll die geringen Ressourcen aufwerten, die für Wasser- und Abfallwirtschaft vorhanden sind. Darüber hinaus soll es Kroatien helfen, sich im Umweltbereich an die europäischen Rechtsvorschriften anzupassen.

  • Das Programm für den Bereich Verkehr konzentriert sich auf den Anschluss der nationalen Infrastruktur an die transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN).

  • Das Programm „regionale Wettbewerbsfähigkeit“ soll das Land wettbewerbsfähiger und die regionale Entwicklung ausgewogener machen. Insbesondere geht es darum, kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen.

 

Darüber hinaus ist Kroatien in grenzüberschreitende Programme mit Slowenien und Ungarn eingebunden. Ebenso beteiligt es sich an der Strategie der Europäischen Union für die Donauregion .

Projektbeispiele

  • Der Kommissar wird den Standort der künftigen Wasseraufbereitungsanlage in Slavonski Brod besuchen (erstes Projekt zur Wasseraufbereitung, das in Kroatien im Rahmen des IAP lanciert wurde). Derartige Anlagen werden auch in den Städten Knin und Drins entstehen.

  • BioCenter: Zentrum für die Vermarktung und Förderung von Biotechnologien. Dieses auf dem Campus der Universität Zagreb ansässige Zentrum engagiert sich für die Zusammenarbeit zwischen der Universität und der Industrie. Studenten und Forscher werden darauf vorbereitet, eine Laufbahn in der Industrie einzuschlagen bzw. leitende Stellungen auszuüben.

  • Projekt Parenzana “:Dies ist der Name der ehemaligen Eisenbahnlinie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Städte Triest und Poreč verband. Das Projekt hat den Bau von Radwegen ermöglicht, die durch Italien, Slowenien und Kroatien führen.

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