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REGION DER WOCHE: Die STEIERMARK (Österreich)

Styrie (Autriche)

11/04/2011

Besuch von Kommissar Hahn

Kommissar Hahn wird am 14. und 15. April das südöstliche österreichische Bundesland Steiermark besuchen. Im Einzelnen wird er sich dabei ein Bild der Stadtentwicklungsprojekte in Graz machen, die mit Unterstützung der europäischen Regionalpolitik durchgeführt wurden. Auf dem Programm stehen des Weiteren Gespräche mit dem Bürgermeister der Stadt, Siegfried Nagl, sowie dem Landeshauptmann Franz Voves.


Welche Prioritäten verfolgt die Region?

Das Pro-Kopf-BIP der an Slowenien grenzenden Steiermark liegt um 7% über dem Durchschnitt der Gemeinschaft.Die Region hat die Umstrukturierung der Wirtschaft nach dem Zerfall der Stahlindustrie in den 1980er-Jahren gut bewältigt.

Mit zahlreichen Unternehmensclustern und Start-ups ist die Steiermark zudem eine Hochburg für Forschung und Entwicklung.Die als "grünes Herz Österreichs“ bezeichnete Region stützt sich bei der Entwicklung der Wirtschaft ebenfalls auf den Tourismus.


Wie hilft die EU-Regionalpolitik dabei?

Das von der Europäischen Union im Zeitraum 2007-2013 unterstützte Regionalprogramm umfasst Gelder von 155 Millionen € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Von dieser Warte aus betrachtet stellt das Programm das größte Österreichs dar. Ziel ist, Innovation zu fördern und mithilfe von zwei Schwerpunkten Arbeitsplätze zu schaffen:

  • Stärkung der Innovation und der wissensbasierten Wirtschaft (insbesondere in Bezug auf kleine und mittlere Unternehmen).
  •  Aufwertung der Attraktivität der Region (insbesondere durch Projekte im Zusammenhang mit Tourismus bzw. der Stadtentwicklung in Graz).

Was die Nutzung europäischer Gelder angeht, liegt die Region im gemeinschaftlichen Mittelfeld (ca. 30% der Zahlungen gingen bis dato an die Projektträger).

Schließlich ist die Steiermark auch in ein Programm zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Slowenien eingebunden (mit Unterstützung durch die EU). 

 

Projektbeispiele

Die Stadt Graz zählte zu den ersten Städten Europas, die an den Gemeinschaftsprogrammen URBAN teilnahmen. Kommissar Hahn wird dabei einige der vollbrachten Leistungen in Augenschein nehmen:

  • Die Helmut List-Halle ist eine ehemalige Fabrikhalle, die zu einem Konzertsaal für klassische Musik mit perfekter Akustik umgewandelt wurde. Der Kommissar wird mit dem Projekt Architekten Marcus Pernthaler zusammentreffen, der die mit Solarpaneelen bedeckte Fassade entwarf. Das Projekt hat einem verlassenen Stadtviertel neuen Schwung verliehen.
  • Bad zur Sonne: Dieses historische Bad aus dem 19. Jahrhundert, das seit mehreren Jahren ungenutzt war, wurde restauriert und umgebaut. Inzwischen umfasst der Komplex ein Schwimmbad mit wunderschöner Glasüberdachung sowie eine Sauna und eine Sonnenterrasse.
  • Oeverseepark: Dieser Park wurde mit Unterstützung der EU im Gries-Viertel angelegt. Für die Gestaltung zeichneten die Anwohner selbst verantwortlich.

Ein weiteres nennenswertes Projekt der Region:

Technofit pro ist ein Zusammenschluss von drei Universitäten und einem Forschungsinstitut. Sein Auftrag ist, kleine und mittlere Unternehmen bei der Durchführung ihrer Innovationsprojekte zu beraten.  

 

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