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REGION DER WOCHE: Apulien (Italien)

Apulien (Italien)

04/04/2011

Besuch des EU-Kommissars J. Hahn

EU-Kommissar Johannes Hahn besucht am 8. April die Region Apulien. Auf dem Programm stehen Treffen mit Nicola Vendola, dem Präsidenten der Region, und Raffaele Fitto, dem italienischen Regionalminister. Er wird die nationalen und regionalen Behörden darin bestärken, Maßnahmen für eine bessere Nutzung der EU-Regionalförderung zu treffen. (Bislang wurden nur 25 % der für den Zeitraum 2007-2013 verfügbaren Mittel für entsprechende Projekte bereitgestellt.)

Welche Prioritäten verfolgt die Region?

Die südostitalienische Region Apulien ist im Osten vom Adriatischen und im Süden vom Ionischen Meer umgeben. Die 800 km lange Küste und das milde Klima machen sie zu einem attraktiven Urlaubsziel. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 4 Millionen Einwohnern leicht über dem nationalen Durchschnitt.

Die lokale Wirtschaft ist zwar immer noch stark landwirtschaftlich geprägt, die Region hat jedoch auch industrielle Aktivitäten und einen starken Dienstleistungssektor entwickelt. Apulien ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, insbesondere aufgrund der Bedeutung des Hafens von Bari, der Italien mit Griechenland und dem östlichen Mittelmeer verbindet.

Wie hilft die EU-Regionalpolitik dabei?

Apulien ist eine der vier italienischen „Konvergenzregionen“ (Pro-Kopf-BIP weniger als 75 % des EU-Durchschnitts). Die Region soll im Zeitraum 2007-2013 EU-Mittel in der Höhe von 2,6 Mio. € erhalten. Die drei Kernziele des operationellen Regionalprogramms lauten:

  • Steigerung der Attraktivität der Region durch die Verbesserung ihrer Zugänglichkeit, Sicherstellung der Qualität der Dienstleistungen und Erhaltung des ökologischen Potenzials;
  • Förderung von Innovation, unternehmerischer Initiative und Entwicklung der wissensbasierten Wirtschaft sowie Unterstützung von Spezialisierungen und produktiven Gebieten;
  • Schaffung besserer Voraussetzungen für Wohlergehen und soziale Eingliederung.

Projektbeispiele

Apulien hat die Mittel der EU-Regionalpolitik zur Förderung alternativer Energien genutzt. Die Region ist damit zum nationalen Spitzenreiter im Bereich der Wind- und Solarenergieerzeugung aufgestiegen. Die Nutzung alternativer Energiequellen ist in Apulien von 1,8 % im Jahr 2000 auf 9,9 % im Jahr 2008 gestiegen.

Die Region hat dank der EU-Unterstützung zur Entwicklung des Tourismus, insbesondere in der Nebensaison, einen Gästezuwachs in der Höhe von 30 % verzeichnet. Mithilfe von EU-Mitteln konnte auch die Altstadt von Bari, darunter historische Bauwerke wie der Palazzo del Sedile und das Fortino di Sant‘Antonio, renoviert werden. Der Ausbau des Flughafens von Bari hat auch eine Erhöhung der touristischen Kapazitäten der Region ermöglicht.

EU-Mittel werden zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur eingesetzt. Darunter fallen auch die Entwicklung des intermodalen Verkehrs im Hafen von Bari und Verbesserungen an der Bahnstrecke zwischen Bari und Taranto.

Im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung wurde auch die Entwicklung der Papier- (Foggia), Luftfahrt- und Automobil- (Taranto, Brindisi, Bari) sowie der Baustoffindustrie (Lecce, Bisceglie, Barletta) unterstützt.

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