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„Die Entwicklung unserer Städte entscheidet über die zukünftige wirtschaftliche, gesellschaftliche und territoriale Entwicklung der Europäischen Union“

(18-06-2013)

„Die Entwicklung unserer Städte entscheidet über die zukünftige wirtschaftliche, gesellschaftliche und territoriale Entwicklung der Europäischen Union“

Kommissar Hahn hielt heute in Brüssel eine Grundsatzrede auf einer von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und URBACT, dem EU-Programm für die Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung, organisierten Konferenz.

Er betonte, dass „Europa die Herausforderungen der heutigen Zeit nicht ohne den aktiven Beitrag der Städte angehen kann. Es ist nicht übertrieben, zu sagen, dass die Entwicklung unserer Städte über die zukünftige wirtschaftliche, gesellschaftliche und territoriale Entwicklung der Europäischen Union entscheidet. Die Städte sind entscheidend dafür, dass die Ziele von Europa 2020 verwirklicht werden können. Egal ob es um die Umwelt, die Wirtschaft oder den sozialen Zusammenhalt geht – wenn wir es in unseren Städten nicht schaffen, schaffen wir es überhaupt nicht.“

 

Hinsichtlich URBACT fügte der Kommissar hinzu: „Für diese Herausforderungen gibt es keine einfachen Lösungen. Doch mit URBACT steht uns – durch ein umfassendes Netzwerk an städtischen Experten und Städtepartnern in ganz Europa – ein idealer Mechanismus zur Verfügung, um innovative Ansätze zu testen, die andere aufgreifen können. […] Wir müssen sicherstellen, dass wir voneinander lernen und es richtig machen; wir müssen uns auf die richtigen Probleme konzentrieren und den intelligentesten Weg finden, unsere knappen Ressourcen zu nutzen, um das volle Potenzial unserer Städte auszuschöpfen.“

 

Auf der Konferenz wurden außerdem die vor Kurzem veröffentlichte Studie „Urban Development in the EU: 50 Projects Supported by the ERDF in 2007-2013“ und eine Sammlung von 6 Themenberichten – „Cities of Tomorrow: Action Today“ – vorgestellt, die sich mit den wichtigsten Herausforderungen der Städte im 21. Jahrhundert befassen: Schrumpfende Städte: Herausforderungen und Chancen; Mehr Beschäftigung: bessere Städte; Unterstützung junger Menschen durch soziale Innovation; Gegen gespaltene Städte in Europa; Zu einer Grundhaltung der Mobilität motivieren; sowie Ausbau der Energieeffizienz in Europas Städten. Diese Berichte sind ein Beleg für die nachhaltigen Strategien zur Stadtentwicklung, unter denen die ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Grundpfeiler der Strategie Europa 2020 zusammengefasst werden, wobei gleichzeitig ein integrierter und auf Beteiligung ausgelegter Ansatz verfolgt wird, der in diesen Zeiten knapper öffentlicher Ressourcen unerlässlich ist.

 

In der neuen EFRE-Verordnung sind spezifische Investitionsprioritäten – wie die Förderung emissionsarmer Strategien für Städte, die Verbesserung der städtischen Umwelt einschließlich der Sanierung von Industriebrachen und der Verringerung der Luftverschmutzung sowie die Förderung einer nachhaltigen städtischen Mobilität – explizit auf Städte ausgerichtet. Es wird davon ausgegangen, dass ungefähr 40 % der Strukturfonds den Städten zugutekommen werden, doch in dem reformierten regionalpolitischen Ansatz werden diese Investitionen viel zielgerichteter als bisher eingesetzt, um die Städte bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen zu unterstützen – und um der EU zu helfen, das Potenzial der Städte in den Bereichen intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum zu nutzen.

 

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