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Kommissar Hahn ehrt Bruce Millan, den ehemaligen Kommissar für Regionalpolitik

(26-02-2013)

Kommissar Hahn ehrt Bruce Millan, den ehemaligen Kommissar für Regionalpolitik

„Ich bin stolz, in die Fußstapfen von Bruce Millan, dem ehemaligen britischen (er war Schotte von Geburt) EU-Kommissar für Regional- und Kohäsionspolitik, der letzte Woche leider verstorben ist, treten zu dürfen. Er war eindeutig einer der Wegbereiter dafür, dass die Regionalpolitik heute so bedeutend ist, sowie für die Umsetzung der Idee des ‚Europas der Regionen‘.

Ich habe ihn nie persönlich kennengelernt, aber meine Mitarbeiter, die ihn kennenlernen durften, beschreiben ihn als Politiker der alten Schule im besten Wortsinne. Er glaubte, dass ein erfolgreicher Politiker ein guter Manager sein muss und vorrangig die Pflicht hat, sicherzustellen, dass die öffentlichen Ressourcen effizient zum Wohle der Öffentlichkeit eingesetzt werden. Mir wurde erzählt, er habe seine Untergebenen in der Generaldirektion Regionalpolitik mit seiner Detailbesessenheit zur Verzweiflung treiben können und es habe ernsthafte Konsequenzen gehabt, wenn die Zahlen nicht stimmten! Tatsächlich respektierten sie ihn dafür aber nur umso mehr.

Viele haben betont, er sei eine Idealbesetzung für den Aufgabenbereich der europäischen Regionalpolitik gewesen. Seine Detailbesessenheit wurde in einer Zeit, in der Europa schwere Arbeitsplatzverluste in den traditionellen Branchen hinnehmen musste, von einem enormen Feingefühl für die regionalen Probleme der Arbeitslosigkeit getragen. Ehemalige Kollegen erinnern sich, dass er keineswegs ein Unterstützer der ‚eigenen Mannschaft‘ war. Er ging britische regionale Angelegenheiten genauso streng und fair an, wie alle anderen. Zu dieser Zeit hatten die Entscheidungen in Brüssel und der für Regionalpolitik zuständige Kommissar einen bedeutenden Einfluss darauf, welche Regionen aufgrund des industriellen Niedergangs förderfähig waren.

Bruce Millan war bei seiner Analyse der britischen Regionen genauso rigoros wie bei jedem anderen Mitgliedstaat. Meine Mitarbeiter, die mit ihm gearbeitet haben, erzählen, sie hätten mit ihm vier Stunden und länger über die Vorteile der einzelnen regionalpolitischen Fälle diskutieren können. In dieser Aufgabe, sagen sie, habe er gezeigt, dass er ein großer Europäer war. Auch ich bin für diese Hingabe dankbar. Sie hat den politischen Ansatz bei Kohäsion und Investitionen, dem wir heute folgen – mit dem wir das Leben der Menschen in den Regionen verbessern und Europa auf einen stabilen Pfad der Erholung zurückführen können –, mitgeformt".