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Erklärung von Kommissar Johannes Hahn zum Start des Rettungsprojekts für Pompeji

(06-02-2013)

Erklärung von Kommissar Johannes Hahn zum Start des Rettungsprojekts für Pompeji

Dies ist ein außergewöhnlicher Ort – ich freue mich, hier sein und beim Startschuss für die Arbeiten mitwirken zu können. Es ist gut, hier zu sein, nicht nur, um eine Rede zu halten, sondern weil die Arbeiten an dieser Stätte wirklich begonnen haben.

Ich möchte an dieser Stelle Minister Barca und seinen Kollegen meine Hochachtung dafür aussprechen, dass sie diese Idee in ein echtes Projekt verwandelt, die Unterstützung ihrer Kollegen angeregt und gesichert sowie ein Team zusammengestellt haben, das nun mit Volldampf voraus an die Arbeit geht.

Gerade haben wir eine Pressepräsentation des Projekts gesehen. Sie war informativ und verständlich, sodass alle den Fortschritt dieses wichtigen Projekts verfolgen können. Genau so sollte es weitergehen.

Wir haben im März 2012 41,8 Mio. EUR aus den Fonds der EU-Regionalpolitik für dieses Großprojekt genehmigt – und jetzt, bei meinem zweiten Besuch in Pompeji, möchte ich sagen, dass ich entschlossen bin, dass dieses Projekt ein Erfolg werden muss. Pompeji ist für Italien, Europa und den Rest der Welt von enormer kultureller Bedeutung. Für die Region Kampanien ist Pompeji außerdem aus wirtschaftlicher Sicht wichtig, was gerade in den aktuellen Zeiten der Krise entscheidend ist.

Dies ist ein erster kleiner, aber sehr wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel.

Wir befinden uns hoffentlich in der letzten Verhandlungsphase für den Haushalt für 2014 bis 2020. Ich glaube, wir werden voraussichtlich zu einer Übereinkunft gelangen, in der Italien ein ordentlicher Anteil zufallen wird.

Hinsichtlich Pompeji müssen wir, nachdem wir zu einer Übereinkunft über den Haushalt gelangt sind, sicherstellen, dass diese Form kultureller Projekte, die sich auf die Erhaltung und Sanierung dieser essenziellen kulturellen Stätten in Italien konzentrieren, fortgeführt werden.

Dabei geht es nicht nur um Europas, um Italiens kulturelles Erbe, sondern es ist auch eine wichtige wirtschaftliche Chance.

Ich glaube, man kann sagen, dass vor ungefähr 55 Jahren circa 50 Gebäude in Pompeji der Öffentlichkeit zugänglich waren. Heute sind es nie mehr als fünf auf einmal. Dies müssen wir sobald wie möglich ändern. Wenn wir Pompeji attraktiver und zugänglicher machen können, wird es gleichzeitig für viel mehr Besucher attraktiv … und bereits heute kommen jährlich über 2 Millionen Menschen nach Pompeji.

Die wirtschaftlichen Vorteile, die eine Bewahrung des Projekts Pompeji für zukünftige Generationen mit sich brächte, wäre enorm. Dies wäre vor allem auf hochwertigen Tourismus zurückzuführen – hier geht es um neue Arbeitsplätze und den Schutz bestehender.

Dieses Projekt könnte auch dem Rest Italiens, in dem es so viele dieser archäologischen und kulturellen Stätten gibt, als Vorbild dienen.

Was Italiens kohäsionspolitische Leistung angeht, war 2012 ein Annus mirabilis. Minister Barca hat wichtige Schritte unternommen und da er nicht zur Wahl antritt, kann ich Folgendes sagen: Wir müssen auf dem bisherigen Weg weitergehen. Wir brauchen das Rad nicht neu zu erfinden. Wir müssen mehr von dem machen, was wir ohnehin schon tun. Ich wünschte nur, wir könnten das, was wir tun, beschleunigen und sicherstellen, dass es damit weitergeht.

Ich muss leider sagen, dass noch immer die Gefahr besteht, dass wir 2 Mrd. EUR verlieren. Es ist also absolut unerlässlich, dass wir ebenso engagiert bleiben, wie in der Vergangenheit. Sie können davon ausgehen, dass ich und die Europäische Kommission Ihnen auch weiterhin zu Verfügung stehen, um alles zu tun, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen. Grazie.

Pressemitteilung

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