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Kommissar Hahn überquert die Donau auf der Widin-Calafat-Brücke

24/10/2012

Der Kommissar für Regionalpolitik, Johannes Hahn, überquerte heute eine neue Brücke, die das bulgarische Widin mit dem rumänischen Calafat verbindet. Die Überquerung ist ein historischer Moment, denn die von der EU mitfinanzierte Brücke ist erst die zweite Brücke entlang der 630 Kilometer langen Grenze zwischen den beiden Ländern. Sie ist gleichzeitig ein Beleg dafür, wie die Donaustrategie der EU zur Kooperation in der Region beiträgt.

Kommissar Hahn äußerte seinen Stolz über den Beitrag, den der EU-Kohäsionsfonds zum Bau dieser bemerkenswerten Brücke geleistet habe, und zeigte sich hocherfreut über den Fortschritt, der seit seinem letzten Besuch im Juli erzielt worden sei. Die Brücke sei ein deutliches Zeichen eines „Europas in Aktion“, die Gesellschaften und Kulturen miteinander verbinde und die Ziele der Europäischen Union verwirkliche. Die strategische Verbindung zwischen Südost- und Mitteleuropa im Rahmen der paneuropäischen Korridore biete zahlreiche Chancen für Unternehmen, innovative Kräfte, Akademiker und junge Geschäftsleute auf beiden Seiten des Flusses.

Neben der kürzlich unterzeichneten Vereinbarung zwischen Rumänien und Bulgarien zu einer nachhaltigen Entwicklung der Binnenschifffahrt sei die Brücke der Beleg für die gute Kooperation zwischen den beiden Ländern. Hahn äußerte die Hoffnung, dass sich diese Zusammenarbeit auch im Rahmen der Donaustrategie fortsetzen werde.

Kommissar Hahn mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Bojko Borissow und dessen rumänischem Amtskollegen Victor Ponta.

Die Kommission hat den Bau der Brücke engmaschig überwacht und somit dazu beigetragen, Verzögerungen zu vermeiden und die Umsetzung zügig voranzubringen. Anfang des kommenden Jahres kann die Brücke vollständig für den Verkehr freigegeben werden. Auf Höhe der Brücke ist die Donau rund 1,3 Kilometer breit. Die Spannweite der fertigen Brücke wird rund 1,8 Kilometer betragen. Insgesamt sind vier Fahrspuren, ein Gleis und Fahrrad- sowie Fußwege vorgesehen.

Das aus EU-Fonds mit 106 Millionen € unterstützte Brückenprojekt ist ein zentraler Bestandteil der prioritären Verkehrsprojekte der EU. Die Straßen- und Schienenverkehrswege verbinden Griechenland über Bulgarien und Rumänien auf dem Landweg mit Mitteleuropa. Durch das Projekt dürfte sich die Fahrtzeit zwischen West- bzw. Mittel- und Südosteuropa für den Personen- und Frachtverkehr deutlich reduzieren.

Am 11. Oktober unterzeichneten Bulgarien und Rumänien eine Vereinbarung zur Einrichtung eines „interministeriellen Ausschusses für die nachhaltige Entwicklung der Binnenschifffahrt auf dem gemeinsamen rumänisch-bulgarischen Donauabschnitt“.

Erklärungen von Kommissar Hahn: