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EU nutzt Fonds für regionale Entwicklung für Kreditgarantien in Höhe von 1 Mrd. EUR für griechische Unternehmen

21/03/2012

Am 21. März richtete Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik, in Athen durch den Start eines neuen Garantiefonds für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Griechenland ein weiteres Mittel zur Wachstumsförderung ein. Diese neue Fazilität, die gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) beschlossen wurde, wird den KMU, die am schlimmsten von der Krise getroffen wurden, helfen, Zugang zu Krediten zu erhalten, indem sie die griechischen Banken mit ausreichend Liquidität ausstattet. Dies ist ein weiterer Schritt, der das Land bei der Optimierung der Nutzung der EU-Strukturfonds unterstützt: Circa 500 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden durch EIB-Kredite für KMU als Garantie für Kredite mit einer erwarteten Hebelwirkung von 1 Mrd. EUR dienen. Die Banken treten hier in einer zwischengeschalteten Funktion auf.

Dazu Kommissar Johannes Hahn: „Die heutige Entscheidung war eine entscheidende Maßnahme, um die griechische Wirtschaft wieder anzukurbeln und dem Land neue Hoffnung zu geben. Die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank haben hervorragend zusammengearbeitet und eine für Griechenland maßgeschneiderte Lösung gefunden, welche die Finanzierung kleiner Unternehmen sichert. Dies ist ein unverzichtbarer Schritt, um das Ruder herumzureißen und den Unternehmen in Griechenland wieder Leben einzuhauchen.“

Diese Initiative folgt einer Reihe von Finanzierungsinstrumenten, die bereits eingerichtet wurden, um die griechische Wirtschaft zu fördern: Bis Ende 2015 stehen einschließlich der erwarteten Hebelwirkung insgesamt circa 4,352 Mrd. EUR an Krediten zur Verfügung, die in KMU fließen sollen (direkte Finanzhilfen: 1,972 Mrd. EUR, noch nicht ausgezahlt; Finanzmittel aus dem Sonderprogramm für kleine Unternehmen JEREMIE: 360 Mio.; Unternehmertumfonds ETEAN (Nationaler Fonds für Unternehmertum und Entwicklung): 900 Mio. EUR; ETEAN-Garantien: 160 Mio. EUR; neuer Garantiefonds: 500 Mio. EUR).

Die Europäische Kommission hat für Griechenland bereits die zeitlich begrenzte Möglichkeit einer erhöhten Kofinanzierungsrate von bis zu 95 % EU-Beteiligung an der Finanzierung von Projekten aus den Strukturfonds eingerichtet. Griechenland nutzt diese Möglichkeit nun, wodurch Zusatz- und Vorauszahlungen an das Land fließen. Trotz dieser erhöhten Kofinanzierungsrate bleibt die Zuweisung aus den EU-Fonds an Griechenland für den Finanzierungszeitraum von 2007 bis 2013 unverändert bei 20,2 Mrd. EUR. Griechenland muss lediglich einen geringeren Teil selbst finanzieren, sodass Projekte schneller umgesetzt werden können.