Die Gemeinsame Agrarpolitik kann die Vielfalt der europäischen Landwirtschaft fördern, sagt Dacian Cioloş

Dacian Cioloş, Member of the EC in charge of Agriculture and Rural Development receives representatives from the agricultural producers association; Coordination européenne Via Campesina

Am Dienstag traf sich Dacian Cioloş mit European Coordination Via Campesina, um die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie die Situation im Milchsektor zu besprechen.

Während des Treffens hoben die Vertreter der internationalen Kleinbauernvertretung die Wichtigkeit hervor, eine nachhaltige Zukunft für klein strukturierte, bäuerliche Familienbetriebe sicher zu stellen. Sie warnten ebenso vor einer Entwicklung zu einem dualen Agrarmodell, in dem eine große Anzahl von kleinen Landwirten geringe Einkommen erwirtschaftet während ein Großteil der landwirtschaftlichen Produktion auf eine kleine Anzahl von großen Landwirten mit hohen Einkommen fällt.

Kommissar Cioloş betonte, dass die Vielfalt des europäischen Landwirtschaftssektors seiner Meinung nach ein Vorteil für die EU und die Idee eines Einheitsmodells für die europäische Landwirtschaft deshalb definitiv vom Tisch ist. Diese europäische Vielfalt, sagte Kommissar Cioloş, könnte weiter gedeihen sofern sie von einem gemeinsamen Politikinstrument wie der GAP genährt werde. Der Kommissar unterstrich aber auch die Notwendigkeit für landwirtschaftliche Betriebe, in ihrem spezifischen Markt wettbewerbsfähig zu sein – sei es auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer oder globaler Ebene.

Hinsichtlich der Debatte über die Zukunft der GAP nach 2013, die am Montag eröffnet wurde, wies der Kommissar auf das Bedürfnis hin, diese Debatte auf alle gesellschaftlichen Bereiche auszuweiten. Er wiederholte mehrmals, dass es ihn interessiert nicht nur die Erwartungen der Landwirte an die GAP zu hören, sondern auch jene von allen anderen Bürgern. Zum Abschluss sagte der Kommissar, dass die Definition der Zukunft der GAP insbesondere junge Landwirte betreffe und dass er hoffe, mit ihnen eng und konstruktiv während der Seminare der nächsten Monate zusammen zu arbeiten.

Letzte Aktualisierung: 24/04/2014 |  Seitenanfang