Der Klimawandel ist schon im Gang
Der Wärmetrend
Im Laufe des letzten Jahrhunderts nahm die bodennahe Lufttemperatur weltweit um durchschnittlich 0,74 °C und in Europa um fast 1 °C zu, was eine ungewöhnlich schnelle Erwärmung darstellt. Tatsächlich war das 20. Jahrhundert das wärmste Jahrhundert und die 90er Jahre das wärmste Jahrzehnt der vergangenen 1 000 Jahre. Dieser Erwärmungstrend dauert bis heute an: Elf der zwölf letzten Jahre gehören zu den wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen.
Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) – ein wissenschaftliches Forum, das 1988 im Rahmen der Vereinten Nationen geschaffen wurde, um Hunderte von Klimaexperten aus aller Welt zusammenzuführen – prognostiziert, dass sich die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um weitere 1,8 bis 4 °C, schlimmstenfalls um bis zu 6,4 °C erhöhen wird, wenn zur Reduktion der Treibhausgase nichts unternommen wird. Dies mag nicht viel erscheinen, aber während der letzten Eiszeit vor über 11 500 Jahren lag die durchschnittliche globale Temperatur nur 5 °C unter der heutigen Temperatur, und damals war der größte Teil Europas von einer dicken Eisschicht bedeckt!
Handle jetzt
Bereits jetzt zeigt der Klimawandel deutliche Auswirkungen, von erhöhten Temperaturen über das Ansteigen des Meeresspiegels aufgrund der abschmelzenden Polareiskappen bis hin zur Zunahme der Häufigkeit von Stürmen und Überschwemmungen. Wenn wir nichts unternehmen, wird der Klimawandel immer mehr und immer teurere Schäden verursachen und unsere natürliche Umwelt beeinträchtigen, die uns mit Nahrung, Rohstoffen und anderen lebenswichtigen Ressourcen versorgt. Dies wird sich negativ auf unsere Wirtschaftssysteme auswirken und könnte die Gesellschaftssysteme rund um den Globus destabilisieren.
Auswirkungen des Klimawandels
Der Klimawandel hat bereits zahlreiche wahrnehmbare Auswirkungen:
- Abschmelzen der Polkappen: Das Eisgebiet der Arktis um den Nordpol ist in den letzten Jahrzehnten um 10 % geschrumpft und die Eisschicht über dem Wasser ist um ungefähr 40 % dünner geworden. Auf der anderen Seite der Erde haben sich Teile des Eisschilds über dem antarktischen Kontinent gelöst.
- Schrumpfen der Gletscher: Bis 2050 werden aller Voraussicht nach 75 % der Gletscher in den Schweizer Alpen verschwunden sein.
- Ansteigende Meeresspiegel: Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts ist der Meeresspiegel zwischen 12 und 22 cm angestiegen und wird den Vorhersagen zufolge in Zukunft noch weiter ansteigen.
- Extreme Wetterereignisse: Im vergangenen Jahrzehnt gab es weltweit dreimal so viele wetterbedingte Naturkatastrophen wie in den 1960er Jahren, unter anderem Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände. Alle diese Ereignisarten verursachen enorme menschliche und wirtschaftliche Kosten.
- Bedrohung der Natur:Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten werden mit den höheren Temperaturen nicht zurechtkommen und ihre natürlichen Lebensräume verändern.


