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Das Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger

Aktion 4: Aktive europäische Erinnerung

Jahrzehnte des Friedens, der Stabilität und des Wohlstands trennen Europa von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Um jedoch sicherzustellen, dass sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen, dass die Gegenwart gewürdigt und für die Zukunft vorgesorgt wird, ist es wichtig, die Erinnerung an diese Zeit wach zu halten.

Die größten Kriege des letzten Jahrhunderts hat Europa weit hinter sich gelassen, und sie werden sicherlich in noch weitere Ferne rücken, wenn die letzten Überlebenden gestorben sind. Die traumatisierenden Ereignisse liegen schon so lange zurück, dass die Grundwerte der EU, wie Freiheit, Demokratie und Achtung der Menschenrechte, leicht als selbstverständlich hingenommen werden.

Die geschichtliche Erfahrung des Nationalsozialismus und des Stalinismus unterstreicht jedoch, wie wichtig und kostbar unsere heutigen demokratischen Werte sind. Durch das Gedenken der Opfer sowie die Erhaltung der Stätten und Archive in Bezug auf Deportationen sowie durch zahlreiche andere Aktionen können die Europäer, insbesondere die jüngeren Generationen, aus diesen dunklen Kapiteln der Geschichte Lehren für die Gegenwart und Zukunft ziehen.

Durch die Erinnerung an die Gräueltaten und Verbrechen der Vergangenheit können die Bürger über die Ursprünge der EU und die Geschichte der Europäischen Integration nachdenken, die den Frieden ihrer Mitglieder gewahrt und zur Sicherung ihres heutigen Wohlstands beigetragen hat. Darauf aufbauend, können die Menschen einen Weg zu der Art von Europa skizzieren, in dem sie in Zukunft leben möchten. Dies ist der Grundgedanke der Aktion 4: "Aktive europäische Erinnerung".

Vor dem Start des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ im Jahr 2007 finanzierte die Kommission eine Reihe von Erinnerungsprojekten als Teil ihrer Demokratiekampagne, die im Jahr 2005 anlässlich des 60. Jahrestags des Endes des Nationalsozialismus eingeleitet wurde.

Die Ziele von Aktion 4 setzen sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: „Aktionen, Diskussionen und Überlegungen zur europäischen Bürgerschaft und zur Demokratie, zur Wertegemeinschaft und zur gemeinsamen Geschichte und gemeinsamen Kultur fördern“ und „Europa den Bürgern näher bringen, indem europäische Werte und Errungenschaften gefördert werden und gleichzeitig die Erinnerung an die Vergangenheit Europas bewahrt wird“.

Es werden Projekte zur Erhaltung von Stätten von historischem und sozialem Interesse in Verbindung mit dem Nationalsozialismus und Stalinismus, wie etwa der Konzentrationslager des Zweiten Weltkriegs, gefördert. Die Erinnerung an die Erfahrungen jener, die den Krieg erlebten – und an die Millionen von Toten – soll den jetzigen Generationen, insbesondere der Jugend, helfen, das Opfer ihrer Vorfahren zu verstehen.

  • Projektdauer: maximal 18 Monate.
  • Zuschussgewährung: Der gewährte Zuschuss darf 70 % der erstattungsfähigen Kosten der Gesamtkosten des Projekts nicht überschreiten. Der Zuschuss beträgt höchstens 100.000 EUR. Der Zuschuss beträgt mindestens 10.000 EUR.
  • Verantwortliche Einrichtung: Diese Aktion wird von der EACEA, Referat P7 Bürgerschaft verwaltet.


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