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Konsultationspapier des Beratergremiums für europäische Politik
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Europas soziale Wirklichkeit: eine Bestandsaufnahme
In Europa finden dramatische gesellschaftliche Veränderungen statt: in der Art der Arbeit, im modernen Familienleben, bei den demografischen Trends, bei der Stellung der Frau in der Gesellschaft, bei der sozialen Mobilität und beim Auftreten von Armut und Ungleichheit. Werte wandeln sich und die Gesellschaft wird zunehmend multikultureller. Diese soziale Dynamik stellt uns vor neue Herausforderungen.
Um moderne politische Strategien zu entwickeln, müssen wir unsere sich verändernde soziale Wirklichkeit gut verstehen. Die Kommission will ein breites Meinungsspektrum zu diesem sozialen Wandel kennenlernen. Daher führte sie auf der Grundlage eines Hintergrundpapiers
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ihres Beratergremiums für europäische Politik eine öffentliche Konsultation über die soziale Wirklichkeit in Europa durch. Die am 15. Februar 2008 abgeschlossene Konsultation sollte eine allgemeine Debatte über die soziale Wirklichkeit in Europa in Gang bringen.
Gestützt auf die ersten Ergebnisse dieser Konsultation gab die Kommission am 20. November 2007 eine Mitteilung über „Chancen, Zugangsmöglichkeiten und Solidarität: eine neue gesellschaftliche Vision für das Europa des 21. Jahrhunderts“ [KOM(2007) 726] heraus, in der sie mögliche erste Antworten auf die sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen formulierte, denen sich Europa stellen muss.
Die endgültigen Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme wurden als Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen (SEK(2008)1896)
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veröffentlicht. Aus ihnen geht die Geschwindigkeit des sozialen Wandels deutlich hervor: neue Familienstrukturen und Beschäftigungsmuster, sich verändernde Werte, schwächere Bindungen zwischen den Generationen, neue Beschäftigungsmöglichkeiten, Bedarf an neuen Fertigkeiten, Mobilität und Vielfalt.
Darüber hinaus fand am 5./6. Mai 2008 ein Forum zur sozialpolitischen Agenda statt. Dort konnten die Vertreter der Mitgliedstaaten, der Europäischen Institutionen, der Sozialpartner, der Zivilgesellschaft und Fachleute über die Ergebnisse der Bestandsaufnahme der sozialen Wirklichkeit und die ungefähre politische Ausrichtung einer erneuerten sozialpolitischen Agenda diskutieren.
Das Forum wurde mit einer Rede des Kommissars Vladimir Špidla eröffnet. Abschließend fasste Präsident Barroso die Schlussfolgerungen der Kommission aus der Bestandsaufnahme zusammen und erläuterte, wie sie in die Vorbereitungen der erneuerten sozialpolitischen Agenda einfließen würden.



