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Österreich


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Wussten Sie, dass ...

  • ... im Vergleich zum Wohlstand der Europäischen Union ihr Haushalt sehr gering ist: Er macht rund 1 % dieses Wohlstands aus.
  • ... der Schwerpunkt des EU-Haushalts auf der Überwindung der Krise durch Investition in Wachstum und Beschäftigung liegt? In diesem Zusammenhang gibt es Projekte zur Unterstützung von Unternehmensgründungen oder den neuen, mit 6 Mrd. EUR ausgestatteten Fonds zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in den am stärksten betroffenen Regionen der Union.
  • ... durch den EU-Haushalt ländliche Gemeinden in Österreich besonders unterstützt werden? Ihre Entwicklung wird durch die Subventionierung von Bergbauern, die Werbung für lokale Erzeugnisse und den Schutz der Biodiversität gefördert.
  • ... durch den EU-Haushalt innovative und ehrgeizige Projekte z. B. in der Gehirn- und Krebsforschung finanziert werden?
  • ... der EU-Haushalt stark in die österreichische Forschung investiert, die einen Schlüsselbereich für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes – und Europas – darstellt?
  • ... der EU-Haushalt auf die derzeit in den Mitgliedstaaten ergriffenen Sparmaßnahmen mit einer Reduzierung des Wachstums der Verwaltungsausgaben innerhalb der EU-Institutionen reagiert?

Was ist der EU-Haushalt?

Der EU-Haushalt ist ein wichtiges Instrument zur praktischen Durchführung der EU-Politik. Er dient der Finanzierung von Maßnahmen, die die Mitgliedstaaten nicht im Alleingang finanzieren können oder deren Finanzierung durch Bündelung der Ressourcen effizienter wird.

Der EU-Haushaltsplan wird in einem demokratischen Verfahren verabschiedet: Er wird von der Europäischen Kommission (dem Durchführungsorgan der EU)vorbereitet und anschließend vom Rat der Europäischen Union in dem die EU-Mitgliedstaaten, darunter Österreich, vertreten sind) und dem Europäischen Parlament (in dem die demokratisch gewählten Vertreter Österreichs sitzen) erörtert und gebilligt.

Nach seiner Verabschiedung wird der Haushaltsplan entweder von den EU-Mitgliedstaaten und der Kommission gemeinsam oder aber von der Kommission verwaltet.

In der Praxis werden 80 % des EU-Haushalts von nationalen oder regionalen Regierungen verwaltet. Über Bürgschaften, Darlehen oder sonstige Formen der Finanzierung werden Hunderttausende von Empfängern wie Studierende, Wissenschaftler, NRO, KMU, Städte, Regionen und viele andere mit Mitteln des EU-Haushalts unterstützt.

Woher kommt das Geld?

Der EU-Haushalt setzt sich überwiegend aus Eigenmitteln zusammen, die aus drei Quellen stammen:

  • Zollabgaben auf Einfuhren aus Drittländern und Zuckerabgaben;
  • ein geringer Anteil an der in der EU erhobenen Mehrwertsteuer;
  • Beitragszahlungen der einzelnen Mitgliedstaaten, deren Höhe sich nach dem Anteil des jeweiligen Bruttonationaleinkommens (BNE) am BNE der EU richtet. Diese Beitragszahlungen stellten 2013 mit 74 % die wichtigste Finanzierungsquelle des EU-Haushalts dar.
  • Dieses System wurde von den EU-Mitgliedstaaten einstimmig für einen Zeitraum von sieben Jahren beschlossen und von allen nationalen Parlamenten ratifiziert. So soll unter Berücksichtigung der Zahlungsfähigkeit der Mitgliedstaaten sichergestellt werden, dass der EU-Haushalt über ausreichende und stetige Einnahmen verfügt. Jeder Mitgliedstaat trägt damit proportional zu seinem Wohlstand zum EU-Haushalt bei.

    Weitere Einnahmequellen des EU-Haushalts umfassen die Steuern auf die Bezüge der EU-‑Bediensteten, Bußgelder von Unternehmen wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht, Bankzinsen usw. Eine EU-Steuer im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Nach wie vor kontrollieren die EU-Länder ihre Steuern selbst.

Wohin fließt das Geld?

Rund 94 % der EU-Gelder werden für die verschiedenen politischen Maßnahmen aufgewendet und fließen größtenteils wieder den Mitgliedstaaten zu. Aus dem EU‑Haushalt werden oftmals große und komplexe Projekte finanziert. Hierzu zählt beispielsweise die Europäische Partnerschaft für Maßnahmen zur Krebsbekämpfung, in deren Rahmen sich Europa mit vereinten Kräften für die Vorbeugung der Krankheit und die Suche nach einer Heilmethode einsetzt.

Rund 6 % des EU-Haushalts werden für die Arbeit der EU‑Organe aufgewendet. Damit werden die Gehälter und Ruhegehälter der EU‑Bediensteten, Übersetzungsund Dolmetschdienstleistungen, Sicherheit, Gebäude, EDV‑Systeme usw. bezahlt. Diese Ausgaben sind unerlässlich für das Funktionieren der EU.

Zu viele EU-Beamte?

Es gibt rund 55 000 EU-Beamte und weitere Bedienstete, die im Dienste von 508 Millionen Europäern und unzähligen Bedürftigen in aller Welt stehen. Zum Vergleich: Allein die Stadt Wien beschäftigt 60 000 Mitarbeiter, die Europäische Union hingegen 55 000.

UUm der prekären Wirtschaftslage in Europa Rechnung zu tragen, sparen die EU-Organe außerdem Kosten ein: Mit einer umfangreichen Personalreform wird die Kommission bis 2020 durch eine Reduzierung des Personals um 5 % und die gleichzeitige Anhebung der Wochenarbeitszeit voraussichtlich 8 Mrd. EUR einsparen.

Die nachstehende Grafik gibt einen Überblick darüber, wie viel die EU 2013 in die einzelnen Mitgliedstaaten investierte und inwieweit die Finanzierung durch die EU zum Wohlstand der einzelnen Länder beitrug. Rund 0,6 % des Wohlstands (also des BNE) Österreichs stammen aus EU-Mitteln.

Wer kontrolliert das?

Die Kommission hat wirksame interne Kontrollmaßnahmen vorgesehen, damit die Mittel effizient und wirksam eingesetzt werden.

Da 80 % des EU-Haushalts von nationalen oder regionalen Regierungen verwaltet werden, spielen auch die Mitgliedstaaten eine wichtige Rolle bei der Durchsetzung der Regeln und der Aufdeckung und Ahndung von Unregelmäßigkeiten und Betrug.

Zudem prüft der Europäische Rechnungshof jährlich die Rechnungsführung der Europäischen Union. Der Hof bestätigt seit mehreren Jahren, dass die Konten der EU ordentlich geführt werden, weist jedoch auch auf Verfahrensfehler hin (z. B. Rechnungslegungsfehler bei Teilnehmern an nationalen Programmen oder Rückforderungen nicht förderfähiger Kosten). Fehler bedeuten nicht, dass Gelder der EU verloren gehen, verschwendet werden oder Betrügern in die Hände fallen. Ein Großteil der zu Unrecht ausgegebenen Mittel wird wieder eingezogen. Zudem billigt das Europäische Parlament am Ende eines jeden Haushaltsjahres die Ausgabenpolitik der Kommission.

Wenn Sie sich näher über die Verwendung von EU-Mitteln informieren möchten, können Sie im Finanztransparenzsystem nachschauen, wer Zahlungen aus dem EU-Haushalt bekommen hat.

Der mehrjährige Finanzrahmen der EU 2014-2020 im Überblick

Obwohl der Haushaltsplan der EU jährlich verabschiedet wird, müssen bei der Aufstellung die im mehrjährigen Finanzrahmen MFR) gesteckten Grenzen berücksichtigt werden. Der MFR ist ein Ausgabenplan, in dem festgelegt ist, welche jährlichen Beträge die EU in einem bestimmten Zeitraum (normalerweise sieben Jahre) höchstens für die verschiedenen Bereiche aufwenden darf. Somit prägt der MFR die politischen Prioritäten über sieben Jahre.

Im Finanzierungszeitraum 2014-2020 will die EU die Zielvorgaben der Wachstumsstrategie Europa 2020 erreichen. Hierzu konzentriert sich die EU darauf, mit ihren Ausgaben zur Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa beizutragen und in Bereichen zu investieren, wo sie tatsächlich etwas bewirken kann. Wenngleich einige der Vorschläge der Kommission zur Durchführung radikaler Reformen von den Mitgliedstaaten aufgeweicht wurden, wurde dennoch an einigen sehr wichtigen Neuerungen festgehalten. Zu den Schlüsselelementen des MFR 2014-2020 gehören:

  • Schwerpunkt auf Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit mit verstärkter Investition in Bildung und Forschung und einem neuen Fazilitätsfonds „Connecting Europe“ zur Förderung europaweiter Infrastrukturprojekte im Bereich Verkehr, Energie und Informations- und Kommunikationstechnologien;
  • höhere Qualität der Ausgaben dank einfacherer Regeln für EU-Fonds, eines klaren Schwerpunkts auf Investitionen, die zu greifbaren Ergebnissen führen, sowie der Möglichkeit zur Aussetzung der EU-Finanzierung, wenn ein Land es versäumt, eine zweckmäßige Wirtschafts- und Finanzpolitik umzusetzen;
  • reformierte Gemeinsame Agrarpolitik für eine wettbewerbsfähigere und umweltfreundlichere europäische Landwirtschaft;
  • Bekämpfung des Klimawandels als wesentliche Komponente der wichtigsten Politikbereiche der EU und Bindung von 20 % des MFR 2014-2020 für Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels;
  • Solidarität mit den ärmsten Ländern und Regionen der EU durch verstärkte regionale Finanzierung in diesen Teilen der Union und durch Einführung eines neuen Fonds zur Förderung der Beschäftigung von Jugendlichen;
  • geringere Aufstockung der EU-Verwaltungsausgaben durch Reduzierung der Zahl der Beschäftigten in EU-Organen.

Der EU-Haushalt und Österreich

2013 beliefen sich die öffentlichen Ausgaben Österreichs auf rund 160 Mrd. EUR – das entspricht 52 % des BNE. Der EU‑Haushalt für die 28 Mitgliedstaaten hingegen betrug rund 144 Mrd. EUR, das entspricht etwa 1 % des BNE der Union.

Vergleich der öffentlichen Ausgaben in Prozent des BNE

Der EU-Haushalt und die nationalen Haushalte dienen unterschiedlichen Zwecken, die einander jedoch ergänzen. EU-Mittel werden dort eingesetzt, wo mit ihnen ein Mehrwert erzielt werden kann. Beispielsweise könnte ein Projekt vom Ausmaß des Europäischen Satellitennavigationssystems Galileo nicht von einem Mitgliedstaat allein finanziert werden.

Im Gegensatz zum österreichischen Haushalt oder dem Haushalt jedes anderen Mitgliedstaats dient der EU-Haushalt weder der Verteidigung noch dem Sozialschutz, sondern wird vornehmlich für Investitionen verwendet. Beispielsweise trägt die EU 12,5 Mio. EUR zum Ausbau der Eisenbahnstrecke im Westen Österreichs bei, wodurch die Verbindung Wien– Salzburg erheblich verbessert wird; diese bildet gleichzeitig einen wichtigen Abschnitt auf der quer durch Europa führenden Linie Paris–Bratislava.

2013 waren die drei größten Ausgabenbereiche im österreichischen Bundeshaushalt Sozialversicherung, Pensionen sowie Bildung und Kultur.

Österreich zahlt mehr in den EU-Haushalt ein, als es aus dem EU-Haushalt erhält. Dieser Nettosaldo spiegelt aber die zahlreichen Vorteile, die mit der Zugehörigkeit zur EU verbunden sind, nicht genau wider. Viele davon, wie Frieden, politische Stabilität, Sicherheit und die Freiheit, überall in der Union zu leben, zu arbeiten, zu studieren und zu reisen, lassen sich nicht in Zahlen ausdrücken.

Außerdem sollen Investitionen aus dem EU-Haushalt der gesamten EU zugutekommen, denn von Finanzmitteln, die für ein Land bereitgestellt werden, profitieren unter Umständen auch andere Mitgliedstaaten. Beispielsweise war das österreichische Bauunternehmen Strabag an verschiedenen Verkehrsnetzprojekten in Slowenien, Ungarn und Bulgarien – einschließlich des Umbaus des Flughafens Sofia – beteiligt, wofür es EU-Mittel in Höhe von 174 Mio. EUR erhielt. Somit ist der österreichische Beitrag zum EU-Haushalt eine Investition, die sich sehr wohl auszahlt.

Dank des Binnenmarkts, der den EU-Ländern den Geschäftsverkehr untereinander erleichtert, gingen 2013 69 % der österreichischen Ausfuhren in europäische Staaten. Dies entspricht etwa 87 Mrd. EUR.

Darüber hinaus erhält Österreich aufgrund von Beschwerden, das Land zahle im Vergleich zu anderen zu viel in den EU-Haushalt ein, einen Rabatt auf seinen Beitrag (60 Mio. EUR im Zeitraum 2014-2016).

Operativer Haushaltssaldo: die Differenz zwischen dem Betrag, den ein Land in den EU-Haushalt einzahlt, und dem Betrag, den es aus dem EU-Haushalt erhält. Es gibt zahlreiche Methoden zur Berechnung von Haushaltssalden. Die Kommission verwendet in ihrem Finanzbericht eine Methode, die auf denselben Grundsätzen beruht wie die Berechnung der Korrektur der Haushaltsungleichgewichte zugunsten des Vereinigten Königreichs (VK-Korrektur). Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass die Schätzung von Haushaltssalden lediglich ein buchtechnischer Vorgang ist und sich rein auf die finanziellen Kosten und Vorteile bezieht, die einem einzelnen Mitgliedstaat aus der Union entstehen. Viele weitere Vorteile, die sich aus den politischen Maßnahmen der EU ergeben – z. B. im Zusammenhang mit dem Binnenmarkt und der Wirtschaftsintegration und erst recht im Hinblick auf politische Stabilität und Sicherheit –, bleiben bei solchen Schätzungen unberücksichtigt.

Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums

Der Großteil der EU-Mittel, die Österreich erhält, fließt in die Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sowie in den Naturschutz (2013 waren dies 68 %). Die EU unterstützt im Rahmen ihrer Agrarpolitik Landwirte und fördert die Erzeugung sicherer und hochwertiger Lebensmittel, schützt zugleich die Umwelt und kurbelt die ländliche Wirtschaft an. Berücksichtigt man, dass 2012 39 % der österreichischen Bevölkerung in ländlichen Gebieten lebten, wird klar, dass der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums von strategischer Bedeutung ist. Mit diesem Fonds wird ein breites Spektrum von Projekten finanziert, die zur Sicherung der Erwerbstätigkeit der ländlichen Bevölkerung beitragen, Bergbauern unterstützen und die Umwelt schützen. Zum Beispiel unterstützte der Fonds die Bauern im Montafon, wodurch sie ihre Erzeugnisse bei Touristen bewerben und ihren Umsatz steigern konnten.

Zu viel Geld für die Landwirtschaft?

Die EU-Mitgliedstaaten haben die Zuständigkeit für die Landwirtschaft an die EU abgetreten. Die Landwirtschaft wird als einziger Politikbereich fast vollständig von der EU finanziert. Daher macht die Landwirtschaft einen großen Teil des EU-Haushalts aus. Außerdem ist eine Landwirtschaftspolitik für alle EU-Länder kostengünstiger, als in 28 Ländern jeweils eine nationale Landwirtschaftspolitik umzusetzen.

Die Gemeinsame Agrarpolitik wurde grundlegend reformiert: Stellte sie 1985 noch 70 % des EU-Haushalts dar, so ist ihr Anteil heute auf 40 % geschrumpft; dieser soll bis 2020 auf 33 % zurückgehen. Durch die für 2014 geplante Reform wird sich die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft weiter verbessern. Die europäische Landwirtschaft soll umweltfreundlicher werden, und der Abstand zwischen den Ländern, die im EU‑Vergleich weniger Mittel erhalten, und dem Durchschnitt soll sich verringern.

Regionalpolitik

Mit der Regionalpolitik sollen die wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Unterschiede zwischen den Regionen Europas abgebaut werden, und es soll in Projekte investiert werden, die die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Wettbewerbsfähigkeit, das Wirtschaftswachstum, eine bessere Lebensqualität und eine nachhaltige Entwicklung unterstützen. Beispielsweise trugen Regionalfonds dazu bei, dass Langzeitarbeitslose in Graz mithilfe eines dreistufigen Ausbildungsprogramms zum Arbeitsmarkt zurückfanden. Darüber hinaus wurde die Steiermark mit Unterstützung dieser Fonds zu einem weltweiten Zentrum für saubere Technologie; eine Initiative zum Schutz von Wildtieren in den Alpen wurde ebenfalls gefördert..

Forschung

Der drittgrößte Teil der Gelder, die Österreich erhält, fließt in die Forschung, die für die Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung des Landes unerlässlich ist. 2012 wandte Österreich 2,84 % seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Forschung und Entwicklung auf; angestrebt werden 3,76 %, was dem Land weltweit eine Spitzenposition sichern würde. 3 484 Teilnehmer – Universitäten, Forschungseinrichtungen oder KMU – haben durch das EU Forschungsprogramm 2007-2013 bereits Mittel erhalten. Dank der EU Investitionen und in Zusammenarbeit mit europäischen Forschern trugen österreichische Wissenschaftler zur Entwicklung einer neuen Technik bei, mit der Kindern mit einem angeborenen Herzfehler Herzklappen ohne Operation am offenen Herzen implantiert werden können.

EU-Projekte in Ihrer Nähe

Infrastruktur

Schnellere Bahnreisen zwischen Wien und Salzburg

Die EU kofinanziert den Ausbau der Eisenbahnstrecke im Westen Österreichs zwischen Wien und Salzburg. Durch diesen Ausbau werden Engpässe beseitigt, die Reisezeit zwischen Wien und Salzburg wird verkürzt und darüber hinaus die Lärmbelastung verringert. Die Strecke ist eine wesentliche Verbindung zur Eisenbahnachse Paris-Straßburg-Stuttgart-Wien-Bratislava. (EU-Finanzierung: 12,5 Mio. EUR)

Weitere Informationen

Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums

Umsatzsteigerung bei lokalen Erzeugnissen (Vorarlberg)

Landwirte und Tourismusexperten aus dem Montafon schlossen sich zusammen, um den Absatz lokaler Erzeugnisse wie der Käsesorte Sura‑Kees zu fördern. Mit Medienveranstaltungen, Verkaufsmessen und Werbung in Fremdenverkehrseinrichtungen wurde der Umsatz dieses traditionellen Lebensmittels aus der Region gesteigert und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen verbessert und die regionale Wirtschaft gefördert. (EU-Finanzierung: 26 520 EUR)

Weitere Informationen

Landwirte erzeugen nachhaltige Energie (Steiermark)

Eine landwirtschaftliche Genossenschaft in Reiteregg entwickelte ein auf Biomasse basierendes Fernwärmesystem, mit dem sie gewerblichen Unternehmen, öffentlichen Gebäuden und Wohnbauten Heizenergie liefern kann. Diese Initiative erhöhte das Einkommen der örtlichen Land- und Forstwirte, die die Biomasse bereitstellen, und schuf neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Außerdem verringerte sie die Abhängigkeit der Region von importierten fossilen Energieträgern. (EU‑Finanzierung: 80 132 EUR)

Weitere Informationen

Wachstum und Beschäftigung

Die Steiermark wird zu einem globalen Zentrum für Unternehmen im Bereich saubere Technologien

im Bereich saubere Technologien in der Region Steiermark ansiedelten; diese lässt sich heute mit über 180 solcher Firmen als „Green‑tech Valley“ beschreiben. Es handelt sich um eine der stärksten Konzentrationen solcher Unternehmen weltweit. Seit Beginn des Projekts sind durch Öko‑Innovationen 5 000 neue Arbeitsplätze entstanden. (EU‑Finanzierung: 444 000 EUR)

Weitere Informationen

Unterstützung von Existenzgründern durch Mingo (Wien)

Das Mingo-Projekt hilft angehenden Unternehmern bei der Firmengründung und unterstützt die Entwicklung und Expansion bestehender KMU. Das Projekt bietet ein breites Spektrum von Dienstleistungen: von Mietobjekten zu erschwinglichen Preisen bis zu individuellem Coaching, Workshops und Hilfe bei der Aufstellung eines Businessplans, beim Umgang mit Behörden, bei der Einschätzung von Marktchancen usw. (EU-Finanzierung: 645 600 EUR)

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Langzeitarbeitslose melden sich zurück (Graz)

Das Projekt „Graz-jobs“ ermöglichte es 60 Personen, die schon lange nicht mehr erwerbstätig waren, neue Fertigkeiten zu erwerben und sich allmählich wieder in ein Arbeitsumfeld zu integrieren. Die Teilnehmer durchliefen ein dreistufiges Programm, das mit Schulungen auf Gebieten wie Fahrradreparatur, Elektroinstallation oder Recycling begann; es folgte eine Arbeitsvermittlung und schließlich eine befristete Beschäftigung von bis zu zwölf Monaten. (EU-Finanzierung: 460 230 EUR)

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Bildung und soziale Inklusion

Erasmus-Programm

Rund 5 714 österreichische Studierende lernten oder arbeiteten im Zeitraum 2012-2013 dank des Erasmus Austauschprogramms im Ausland; außerdem wurden fast ebenso viele europäische Studierende in Österreich begrüßt. Die Erfahrung bereichert das akademische und berufliche Leben der Studierenden und verbessert darüber hinaus Sprachkenntnisse und interkulturelle Fähigkeiten und stärkt das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Darüber hinaus erhalten Erasmus Studierende von der Europäischen Kommission einen Zuschuss, um die mit einem Auslandsaufenthalt verbundenen zusätzlichen Kosten abzufedern.

Wussten Sie schon ...?

Das MEDIA-Programm der EU unterstützte die österreichische Film- und Medienwirtschaft bei der Entwicklung, beim Vertrieb und bei der Absatzförderung ihrer Werke. Internationale Erfolge wie „Das weiße Band“ von Michael Haneke und „Die fetten Jahre sind vorbei“ von Hans Weingartner erhielten Mittel aus dem MEDIA-Programm.

Gesundheit und Forschung

Europäische Wissenschaftler erforschen die Geheimnisse des menschlichen Gehirns

Österreichische Wissenschaftler der Medizinischen Universität Innsbruck beteiligen sich am sogenannten Human Brain Project, bei dem unter Nutzung von Supercomputern das bisher detaillierteste Modell des Gehirns erstellt wird. Die Ergebnisse werden letztlich zur Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für Erkrankungen des Gehirns sowie neuer Computertechnologien beitragen. (EU‑Finanzierung: 54 Mio. EUR)

Weitere Informationen

Neue Hoffnung für Kinder mit einem Herzfehler

Das Projekt „LifeValve“ hilft Kindern, die mit einem Herzfehler geboren werden. Gemeinsam mit Forschern aus anderen europäischen Ländern entwickeln Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien eine Herzklappe, die aus den Zellen des Patienten selbst hergestellt wird und ohne Operation am offenen Herzen eingesetzt werden kann. Diese Herzklappe wächst dann mit dem Kind und minimiert somit die Notwendigkeit weiterer chirurgischer Eingriffe. (EU-Finanzierung: 9,9 Mio. EUR)

Weitere Informationen

Wussten Sie schon ...?

... dass die EU jährlich 180 Mio. EUR in die Krebsforschung investiert? Ein bedeutender Teil dieser Summe wird dafür verwendet, Schlüsselakteure aus ganz Europa und darüber hinaus für Kooperationsforschungsprojekte zu gewinnen, in denen neue Wege der Krebsbekämpfung und Palliation erforscht werden.

Weitere Informationen

Umwelt und Energie

Umweltfreundlichere Gebäude in Niederösterreich

Experten der Bauindustrie schlossen sich zu Kooperationsprojekten zusammen, mit denen die Energieeffizienz von Gebäuden in Niederösterreich verbessert wird. Zu den Projekten gehörte die Renovierung alter Gebäude, damit diese den Normen für Niedrigenergie- und Passivhäuser entsprechen. Seit 2001 wurden 230 Projekte durchgeführt, an denen sich 463 Unternehmen beteiligten. (EU-Finanzierung: 937 400 EUR)

Weitere Informationen

Sichere Wanderung von Wildtieren (Burgenland)

Mehrere Wildbrücken, die Wildtieren das Überqueren von Autobahnen ermöglichen, wurden in dem Gebiet erbaut, das die österreichischen Alpen von den Karpaten trennt. Diese Infrastrukturen tragen zum Schutz der örtlichen Biodiversität bei und verhindern Zusammenstöße mit Fahrzeugen. In dem genannten Gebiet sind einige der seltensten Tierarten Europas wie der Braunbär, der Wolf, der Luchs und der Rothirsch beheimatet. (EU‑Finanzierung: 1,5 Mio. EUR)

Weitere Informationen

Gemeinsam gegen Überschwemmungen

115 europäische Länder, darunter Österreich, beteiligten sich am FLAPP‑Projekt (Flood Awareness and Prevention Policy in border areas – Flutvorbeugung in Überschwemmungsgebieten). Dieses Projekt ermöglichte Experten aus regelmäßig von Überschwemmungen betroffenen Gebieten einen Wissens- und Erfahrungsaustausch, in dem es um die Verhinderung und Vorhersage von Überschwemmungen, die Evakuierung der Bevölkerung und die Begrenzung von Schäden ging. Dem Projekt flossen 1,1 Mio. EUR aus EU-Mitteln zu.

Weitere Informationen

Europäischer Sozialfonds: eine persönliche Geschichte (Video)

Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung
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