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Häufig gestellte Fragen

1. Ich möchte ein Projekt durchführen. Wie kann ich dafür EU-Fördermittel erhalten?

Schauen Sie in den Leitfaden für EU-Förderungen. Er enthält grundlegende Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten.
Wenn Sie Finanzhilfen für bestimmte Bereiche suchen, können Sie unter Zugang zu Finanzhilfen fündig werden. Zu den geförderten Bereichen gehören Kultur, Bildung, Landwirtschaft, Entwicklung des ländlichen Raums, Forschung und Umwelt.

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2. Wie kann ich herausfinden, wer Finanzhilfen der EU in welcher Höhe erhält?

Sehen Sie im EU-Finanztransparenzsystem nach, einem Verzeichnis der Empfänger von EU-Mitteln, die von der Europäischen Kommission verwaltet werden (etwa 20 % des EU-Haushalts).

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EU-Auftragnehmer und Empfänger von Finanzhilfen aus dem EU-Haushalt

3. Was trägt mein Land zum EU-Haushalt bei? Was bekommt es zurück?

Das erfahren sie unter EU-Einnahmen und ‑Ausgaben. Weniger als die Hälfte der EU-Länder zahlte 2014 (EN) mehr in den EU-Haushalt ein, als sie erhielten. Die finanziellen Vorteile, die den EU-Ländern aus der Mitgliedschaft in der Europäischen Union erwachsen, erschöpfen sich jedoch nicht darin. Beispielsweise verhilft der Zugang zum Binnenmarkt einzelnen Länder zu erheblichen Erträgen, die weit über deren Beitrag zum EU-Haushalt hinausgehen.

4. Was trägt Ihr Land bei?

  • Einen pauschalen Anteil seines Bruttonationaleinkommens (BNE) in Höhe von rund 0,7 %
  • einen Prozentsatz (rund 0,3 %) der einheitlichen Mehrwertsteuer-Bemessungsgrundlage
  • Zölle, die Ihr Land im Namen der EU auf Einfuhren aus Ländern außerhalb der EU erhebt, sowie Zuckerabgaben („traditionelle Eigenmittel“).

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Der EU-Haushalt in meinem Land
Finanzbericht 2014 (EN)

5. Wie viel muss ich an die EU zahlen?

Es gibt keine direkte EU-Steuer. Als EU-Bürgerin oder ‑Bürger zahlen Sie nicht direkt in den EU-Haushalt ein.

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Woher kommt das Geld?

6. Wohin fließt das Geld?

Es gibt im Wesentlichen sechs Arten von Ausgaben („Rubriken“ und „Teilrubriken“), unterteilt in rund 45 Programme. Jedes Jahr legen der Rat und das Europäische Parlament einvernehmlich die Obergrenze für die Ausgaben fest. Rund 94 % der Mittel aus dem EU-Haushalt fließen in die von den EU-Ländern und anderen Staaten durchgeführten Programme und Projekte zugunsten von Wissenschaftlern, Landwirten, Kleinunternehmen, Studierenden usw. Beispiele dafür finden Sie unter EU-Gelder in meinem Land.

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7. Wie hoch sind die Verwaltungskosten?

Die Verwaltungskosten machen nur 6 % des EU-Haushalts aus, die Dienstbezüge der EU-Beamten weniger als 3 %. Dieser Anteil ist seit einigen Jahren stabil, und es wurden Maßnahmen getroffen, um die Kosten weiterhin möglichst gering zu halten. Die Kommission baut derzeit über einen Zeitraum von fünf Jahren ihr Personal in jährlichen Schritten von 1 % um insgesamt 5 % ab und hat im Gegenzug die Wochenarbeitszeit erhöht.

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8. Ist die Kommission politisch verantwortlich für die Verwaltung des EU-Haushalts?

Ja, gegenüber dem Europäischen Parlament und dem Rat. Das Parlament stimmt über die Genehmigung der Rechnungsabschlüsse der EU ab. Falls nötig, fordert das Parlament Verbesserungen bei der Verwaltung des Haushalts. Der Europäische Rechnungshof, das externe Rechnungsprüfungsorgan der EU, prüft die Rechnungsführung der EU jedes Jahr. Seit 2007 hat der Rechnungshof stets bestätigt, dass die Rechnungsführung einwandfrei ist und die Verwendung der EU-Haushaltsmittel korrekt wiedergibt. Die Rechnungsprüfer achten auch darauf, ob die Zahlungen rechtzeitig und ordnungsgemäß erfolgten. Der Rechnungshof erteilt seine Genehmigung auch bei einer Fehlerquote von 2 % oder weniger unter Vorbehalt.

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9. Wer gibt das Geld aus?

Die Kommission ist nicht die einzige Organisation, die Ausgaben der EU verwaltet. Die meisten Zahlungen aus dem EU-Haushalt an die Begünstigten nehmen Behörden in den EU-Ländern im Namen der Kommission vor. Ein geringerer Teil wird unter der alleinigen Verantwortung der Kommission ausgegeben. Einige Ausgaben erfolgen durch Drittländer und internationale Organisationen.

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10. Wie wird der EU-Haushalt beschlossen?

Das Entscheidungsverfahren ähnelt der Vorgehensweise der meisten nationalen Regierungen:

  • Die Kommission schlägt den jährlichen Haushaltsplan vor.
  • Der Rat (d. h. die EU-Länder) und das Europäische Parlament prüfen den Vorschlag und handeln die Höhe des Haushalts aus. Die endgültigen Zahlen werden von allen Mitgliedstaaten einvernehmlich festgesetzt, und die Beträge werden von allen nationalen Parlamenten ratifiziert.

Der EU-Haushalt wird also von gewählten Vertretern der europäischen Bürgerinnen und Bürger im Rat und im Europäischen Parlament verabschiedet.

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11. Wie stellt die EU sicher, dass künftige Haushaltspläne im Rahmen bleiben und sich an echten Prioritäten orientieren?

Der mehrjährige Finanzrahmen (MFR) sieht eine langfristige Finanzplanung vor. Der aktuelle MFR läuft von 2014 bis 2020 und hat ein Volumen von insgesamt 908 Milliarden Euro (in Preisen von 2011). Für jeden Haushalt werden Höchstbeträge (Obergrenzen) für die Ausgaben in einzelnen großen Bereichen (Haushaltslinien) festgesetzt. Dieser Rahmen beruht auf einem Vorschlag der Kommission. Der Finanzrahmen ist rechtlich bindend – nach Billigung durch das Europäische Parlament wird er vom Rat (d. h. den Vertretern der EU-Länder) als EU-Verordnung erlassen.

Weitere Informationen
Der mehrjährige Finanzrahmen anschaulich erklärt

12. Wo finde ich Daten zu früheren Haushaltsplänen?

Was? Wo?

Zahlen zu den Einnahmen und Ausgaben der EU ab dem Jahr 2000

EU-Einnahmen und ‑Ausgaben (2007–2013); Ausführliche Daten 2000–2008 (im Anhang zum Finanzbericht 2008)

Haushalte seit 2003

Haushaltsplan online

Offizielle Dokumente über die seit 1998 verabschiedeten Haushalte

Entsprechende Ausgaben des EU-Amtsblatts in der EUR-Lex-Datenbank

Dokumente aus der Zeit vor 1998

Amt für Veröffentlichungen der EU

Weiterführende Informationen

Jahresberichte des Europäischen Rechnungshofs über die Ausführung des Haushaltsplans

Schlüsselinformationen, Unterlagen und Zahlen zum EU-Haushalt

Haushaltswebsite