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Bekämpfung des Analphabetismus: Belgien könnte mehr tun – alarmierende Lage in Europa

06-09-2012

Bekämpfung des Analphabetismus: Belgien könnte mehr tun – alarmierende Lage in Europa

Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse der Arbeiten der Gruppe hochrangiger Sachverständiger für Alphabetisierung vorgelegt, deren Vorsitz Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Laurentien der Niederlande führt. Die Lage ist alarmierend: Jedem fünften Jugendlichen im Alter von 15 Jahren und nahezu 75 Millionen Erwachsenen in der EU fehlt es an grundlegenden Lese- und Schreibfertigkeiten. Dabei sind diese Fertigkeiten entscheidend im beruflichen und privaten Leben!
Laut neuesten Statistiken hatten im Jahr 2009 in Belgien 17,7 % der Jugendlichen im Alter von 15 Jahren Leseschwierigkeiten, mit ausgeprägten, jedoch abnehmenden Unterschieden zwischen den Regionen. Seit 2006 hat sich die Situation gebessert (19,4 %). Es bestehen auch geschlechterspezifische Unterschiede in Belgien: Bei den 15-Jährigen ist Leseschwäche bei Jungen häufiger als bei Mädchen (21,5 % gegenüber 13,8 %).
Der Bericht enthält unter anderem folgende Empfehlungen: Seitens der Eltern Kultivierung des Lesens als Freizeitbeschäftigung, Vorschlag, Einrichtung von Bibliotheken an ungewöhnlichen Orten, (etwa in Einkaufszentren), mehr Männer für den Lehrberuf, die dann als Vorbilder für Jungen fungieren können, die sehr viel weniger lesen als Mädchen.
Der Bericht gibt auch spezifische Empfehlungen wie allgemeine und kostenlose hochwertige frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung, mehr speziell für den Leseunterricht ausgebildete Lehrkräfte an Grundschulen, eine veränderte Einstellung zu Lese- und Schreibstörungen (Legasthenie) aufgrund der Annahme, dass fast jedes Kind mit geeigneter Förderung lesen lernen kann, sowie vielfältigere Lernmöglichkeiten für Erwachsene, insbesondere am Arbeitsplatz.

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