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Nahrungsmittelkrise und Hunger: Europa hilft der Sahelzone

17-01-2012

Nahrungsmittelkrise und Hunger: Europa hilft der Sahelzone

„Niemand sollte Hunger fürchten müssen, aber wenn wir jetzt nicht handeln, werden die Menschen in wenigen Monaten darben“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin mit Zuständigkeit für humanitäre Hilfe anlässlich ihres viertägigen Besuches in der Sahelzone in Afrika, um sich einen Überblick über das Ausmaß der dortigen Nahrungsmittelkrise zu verschaffen. Geogieva wird Niger und Tschad besuchen, zwei der fünf Länder der Sahelzone, die in den nächsten Monaten am stärksten von einer gravierenden Verknappung von Nahrungsmitteln bedroht sind. Gefährdet sind außerdem Burkina Faso, Mali und Mauretanien. Infolge der sehr schlechten Ernten im September vergangenen Jahres sind bereits jetzt sieben Millionen Menschen von der Nahrungsmittelmittelknappheit betroffen. Insgesamt werden nahezu 23 Millionen Personen eine Hungersnot erleiden. Die Nahrungsmittelpreise sind um 40% gestiegen und einigen Prognosen zufolge dürften sie sich sogar verdreifachen. Um die Folgen künftiger Krisen abzumildern, hat die Kommission ein innovatives Programm entwickelt, das sich auf verschiedene Partner stützt. Und angesichts der derzeitigen Krise hat die EU bereits 100 Mio. Euro für den Kampf gegen den Hunger mobilisiert. Die Kommission hat seit 2005 mehr als 225 Mio. Euro bereitgestellt. „Wir wollen den Kreislauf des Hungers durchbrechen“, erklärte Kommissarin Georgieva. „Wir arbeiten eng mit anderen Instanzen zusammen, um eine umfassende Hilfestrategie mit sowohl kurz- als auch langfristigen Maßnahmen zu entwickeln, durch die wir die Unterernährung ein für allemal besiegen können“.

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