
In seiner Rede zur Lage der Union vor dem Europäischen Parlament stellte Kommissionspräsident Barroso vor dem Hintergrund der schwierigen Lage der Europäischen Union kürzlich fest: „Es handelt sich um eine Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch um eine Vertrauenskrise“. Zwischenstaatliche Zusammenarbeit, so Barroso, reiche heute nicht aus, um Europa aus der Krise zu führen und ihm eine Zukunft zu geben. Die Kommission sei die Wirtschaftsregierung der Union, für die ganz gewiss keine neuen Institutionen nötig seien. Anschließend ging Barroso darauf ein, dass die Kommission einen Vorschlag für eine Finanztransaktionssteuer vorgelegt hat. Er sagte, die Steuerzahler hätten die Banken unterstützt. Nun sei es sei nun an der Zeit, dass der Finanzsektor der Gesellschaft etwas zurückgebe (siehe hierzu die Pressemitteilung Finanztransaktionssteuer: Der Finanzsektor wird zur Kasse gebeten). Die europäischen Bürgerinnen und Bürger hatten bis zum 5. Oktober Gelegenheit, sich im Anschluss an die Rede über World View auf YouTube an den Präsidenten zu wenden, ihm in ihrer Muttersprache Fragen zu stellen und über die vorgeschlagenen Antworten abzustimmen. Am 6. Oktober um 10 Uhr antwortete Präsident Barroso auf ausgewählte Fragen in einem Gespräch, das auf dem Fernseh-Sender Euronews direkt übertragen wurde.
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