
Die von den Mitgliedstaaten gemeldeten Verdachtsfälle von Betrug mit EU-Mitteln betrafen im Jahr 2009 einen Betrag von 280 Mio. Euro. Obwohl dies weniger als 0,2 % des EU-Haushalts ausmacht, ist die Kommission entschlossen, ihren Kampf gegen den Betrug zu verschärfen, und hat hierfür eine neue Strategie angenommen. Mit den darin vorgeschlagenen Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass die Kommission EU-Gelder auf allen Ebenen und in allen Bereichen mit den zur Verhütung oder Aufdeckung von Betrug am besten geeigneten Mitteln verwaltet oder überwacht. Die neue Strategie erfasst den gesamten „Zyklus des Betrugs“, d. h. sie reicht von der Verhütung und Aufdeckung von Betrug im Frühstadium bis hin zu Ermittlungen, Sanktionen und Einziehung missbräuchlich verwendeter Mittel. Sie erstreckt sich sowohl auf die Einnahmen- als auch die Ausgabenseite des EU-Haushalts einschließlich jener Mittel, die teilweise von den Mitgliedstaaten verwaltet werden. Begleitet wird die Strategie durch einen Aktionsplan der EU zur Bekämpfung des Zigaretten- und Alkoholschmuggels entlang der Ostgrenze der EU.
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