
Die Frühjahrsprognosen bestätigen eine kontinuierliche Erholung der europäischen Wirtschaft. Das europäische Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte dieses Jahr um rund 1,75 % (2,4 % in Belgien) und 2012 um nahezu 2 % wachsen. Diese positive Entwicklung ist auf die insgesamt bessere Lage der Weltwirtschaft zurückzuführen und auf den allgemeinen Optimismus der Unternehmen. Auch die Lage auf den Arbeitsmärkten dürfte sich nach und nach entspannen. Die EU-weite Arbeitslosenquote wird bis 2012 voraussichtlich um 0,5 Prozentpunkte auf etwas mehr als 9 % (7,8 % in Belgien) sinken. Dank der Haushaltsdisziplin der Mitgliedstaaten dürfte auch das öffentliche Defizit bis 2012 auf rund 3,75 % des BIP zurückgehen (Prognose für Belgien: 4,2 %). Außerdem ist eine Preissteigerung zu verzeichnen, insbesondere aufgrund der steigenden Rohstoffpreise (EU-weite Inflationsrate für 2011 fast 3 % und für Belgien 3,6 %). Wir sollten jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass der politische Umbruch im Nahen Osten und Nordafrika sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen des Erdbebens und des Tsunamis in Japan weiterhin für Unsicherheit sorgen, was sich auch auf die Weltwirtschaft auswirken könnte.
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