
Am 2. Dezember 2010 wurde von der Europäischen Kommission in der Universität Gent (Belgien) OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe – offene Zugangsinfrastruktur für Forschung in Europa) ins Leben gerufen. Über dieses neue Instrument können Forscher, Unternehmen und Bürger Europas kostenlos auf die Ergebnisse der von der Europäischen Union finanzierten Forschungen zugreifen. OpenAIRE umfasst ein Netz von öffentlichen Dokumentationsdatenbanken mit freiem Online-Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen von Forschern, die durch das Siebte Forschungsrahmenprogramm der EU gefördert wurden – vor allem in den Bereichen Gesundheit, Energie, Umwelt und Geisteswissenschaften. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem uneingeschränkten, offenen Zugang zu wissenschaftlichen Unterlagen, der es beispielsweise Patienten mit seltenen Krankheiten ermöglichen würde, sich über die neuesten medizinischen Forschungen zu informieren. Wissenschaftler hingegen könnten in Echtzeit den neuesten Stand der Arbeiten in ihrem Forschungsbereich abrufen. Die Entwicklung von Forschungsinfrastrukturen für die Verbreitung von Ergebnissen (sowohl in herkömmlicher Form) als auch online (e-Infrastrukturen) ist eine der Prioritäten der digitalen Strategie für Europa und der Initiative „Innovationsunion“.
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