Ein belgischer Tourist wird in Spanien nach einer Schlägerei in einer Bar
verhaftet. Weil er die Sprache nicht spricht, versteht er nicht, warum er
verhaftet wurde und was ihm tatsächlich vorgeworfen wird. Die Polizei übergibt
ihm daraufhin ein Dokument in französischer oder niederländischer Sprache, auf
dem seine Rechte genannt werden. Dieses Szenario könnte bald Wirklichkeit
werden. Denn die Europäische Kommission hat neue Vorschriften vorgeschlagen,
nach denen jede in der Europäischen Union verhaftete Person über ihre Rechte
informiert werden soll – und zwar in einer Sprache, die sie versteht. Mit
diesem Vorschlag will sie das Vertrauen in den europäischen Rechtsraum
stärken.
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