Navigationsleiste

Europäisches Medizinforschungsprojekt unter der Leitung der Universität Lüttich

21-05-2010

Europäisches Medizinforschungsprojekt unter der Leitung der Universität Lüttich

Die Universität Lüttich hat die Federführung bei einem originellen Gemeinschaftsprojekt namens LUPA inne, wo rund zwanzig europäische Veterinärmedizinhochschulen anhand der DNA von gesunden Rassehunden und Hunden mit Krankheiten, wie sie auch beim Menschen auftreten – Krebs, Diabetes, Epilepsie und Herz-Kreislauf-Störungen –, den genetischen Ursprung dieser Krankheiten genauer erforschen.

Das im Januar 2008 angelaufene Projekt, an dem zwölf EU-Länder teilnehmen, erhält zwölf Millionen Euro aus dem EU-Forschungshaushalt.

Die Forschungsergebnisse wurden am 21. Mai im Pressesaal des Berlaymont-Gebäudes, dem Sitz der Europäischen Kommission, vorgestellt.

Auf der Pressekonferenz wurden noch weitere Projekte präsentiert, beispielsweise eines aus dem Bereich der „virtuellen Humanphysiologie“. Ziel dieses Projekts ist es, ausgehend von einem biologischen Modell in Verbindung mit einer Computersimulation des menschlichen Körpers Krankheiten besser vorherzusagen, zu diagnostizieren und zu behandeln.

Diese Innovation könnte einen entscheidenden Einfluss auf die künftige Entwicklung des Gesundheitswesens, der Pharmaindustrie und der medizinischen Geräte ausüben.

Das Projekt – ein Netz von Forschern, darunter auch Belgier – unter der Federführung des University College in London wird mit 8 Millionen Euro aus den Kassen der EU finanziert.

Ein weiteres interessantes Projekt ist „Smarthand“. Es hat die Entwicklung einer künstlichen Handprothese zum Gegenstand, die alle Merkmale einer natürlichen Hand aufweist. Erreicht werden soll dies durch den kombinierten Einsatz von Biotechnologie und Informatik.

Bei einem weiteren Projekt – „LifeValve“ – geht es darum, eine „lebendige Herzklappe“ zu entwickeln, die Kindern ohne chirurgischen Eingriff eingepflanzt werden kann. Diese Klappe „wächst“ sozusagen mit dem Kind, so dass etwaige künftige Eingriffe weitgehend vermieden werden können.

Im Europäischen Forschungsrahmenprogramm 2007–2013 sind sechs Milliarden Euro für die Medizinforschung vorgesehen.

Bis dato wurden 534 Projekte in den Bereichen Biotechnologie, menschliches Gehirn, Alterungsprozess, gängige Infektionskrankheiten, aber auch seltene Krankheiten ausgewählt. Insgesamt wurden für solche Projekte rund 2,4 Milliarden Euro aus den EU-Fonds bereitgestellt. An den Projekten haben sich 556 kleine und mittlere Unternehmen beteiligt.

 

    Feedback

    Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?
    JaNein

    Wonach haben Sie gesucht?

    Haben Sie Vorschläge?