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Die Sicherung der Energiezukunft
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14.11.2008

Die Europäische Kommission hat heute ein umfassendes Energiepaket zur Versorgungssicherheit und Energieeffizienz vorgelegt. Die Kommission empfiehlt eine neue Strategie für Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten bei der Energieversorgung sowie neue Maßnahmen im Bereich der Energienetze. So sollen Anreize für Investitionen in eine effizientere Energiewirtschaft mit geringer Kohlenstoffintensität geboten werden. Die Kommission schlägt einen neuen EU-Aktionsplan für Energieversorgungssicherheit und –solidarität vor. Dieser sieht fünf Bereiche vor, in denen mehr zur Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung getan werden muss. Die Kommission setzt sich weiters mit den Herausforderungen, vor denen Europa zwischen 2020 und 2050 stehen wird, auseinander. Dieses Paket sieht auch Vorschläge zur Energieeffizienz vor, die durch Energieeinsparungen auf zentralen Gebieten erfolgen sollen.

    Die Sicherung der Energiezukunft

    EU-Kommissionspräsident Barroso erklärte: "Im letzten Jahr sind die Energiepreise in der Europäischen Union um durchschnittlich 15 % gestiegen. Der Energiebedarf Europas wird zu 54 % durch Einfuhren gedeckt, die pro EU-Bürger ca. 700 EUR jährlich kosten. Die heute angenommenen Vorschläge sind ein klarer Ausdruck des Willens der Kommission, eine sichere und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten, und ein wichtiger Beitrag zum Erreichen der `20-20-20´-Klimaschutzziele."

    In den Außenbeziehungen der EU soll dem Thema Energie eine größere Bedeutung zukommen. Die für Außenbeziehungen und europäische Nachbarschaftspolitik zuständige Kommissarin Benita Ferrero-Waldner erklärte: "Eine stärkere Gewichtung des Themas Energie in den Außenbeziehungen der EU hat für die Energieversorgungssicherheit Europas eine zentrale Bedeutung. Die Entwicklung starker und zuverlässiger Energiepartnerschaften mit den Energieversorgern, Transitstaaten und anderen wichtigen Verbrauchern ist dabei wesentlich, und deshalb sind die heute vorgeschlagenen neuen Übereinkünfte zur wechselseitigen Abhängigkeit im Energiebereich ein bedeutender Fortschritt."

    Die oberste Priorität ist die Annahme und rasche Durchführung der Maßnahmen zum Erreichen der energiepolitischen Ziele, die der Europäische Rat für Europa gesteckt hat, nämlich eine Verringerung der Treibhausgasemission um 20 %, die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energiequellen am Endenergieverbrauch auf 20 % und eine Verringerung des künftigen Energiebedarfs um 20 %, jeweils bis 2020. Die zweite Priorität ist es, der zunehmenden Anfälligkeit der Energieversorgungssicherheit Europas zu begegnen. Die Kommission hat in dem neuen EU-Aktionsplan fünf Bereiche definiert, in denen mehr getan werden muss: Förderung von Projekten zum Aufbau notwendiger Infrastruktur, bessere Nutzung eigener– erneuerbarer wie fossiler - Energieressourcen, mehr Solidarität hinsichtlich der EU-Krisenreaktionsmechanismen, Ölvorratshaltung und Mechanismen zur Reaktion auf etwaige Störungen der Gasversorgung sowie weitere Maßnahmen zur raschen Verbesserung der Energieeffizienz.

    Gleichzeitig legt die Kommission eine Reihe von Begleitdokument vor, in deren Mittelpunkt die Energieeffizienz steht. Es werden Energieeinsparungen auf verschiedenen Gebieten angestrebt, so etwa durch eine Verschärfung der wesentlichen Vorschriften zur Energieeffizienz von Gebäuden und energiebetriebenen Geräten. Weiters soll die breite Einführung der Stromerzeugung in hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen ermöglicht werden. In dem Paket wird auch dem Thema Investitionen eine zentrale Stellung eingeräumt. Außerdem werden in einem Grünbuch zu den Energienetzen sechs strategische Initiativen von wesentlicher Bedeutung für die Energieversorgungssicherheit der EU ermittelt: ein Ostseeverbundplan, ein Mittelmeer-Energie-Ring, ein angemessener Nord-Süd-Gas- und Stromverbund mit Mittel- und Südeuropa, ein Nordsee-Offshorenetz, ein südlicher Gaskorridor und eine angemessene Flüssiggasversorgung Europas.

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    Letzte Aktualisierung: 30/10/2010  |Seitenanfang