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Energie Forum Lech: Energie ist eine der wichtigsten strategischen und geopolitischen Fragen für Europa
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12.04.2013

Am 11. Und 12. April fand das 2. Lech Energy Forum unter der Schirmherrschaft von EU-Energiekommissar Günther H. Oettinger statt.

    v.l.n.r.: EU-Kommissar Günther H. Oettinger, Wirtschafts- und Energieminister, Reinhold Mitterlehner. Fotocredit: Lech Energy Forum

    In einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem österreichischen Wirtschafts- und Energieminister, Reinhold Mitterlehner erklärte Kommissar Oettinger:

    "Wichtig ist es jetzt den energiepolitischen Rahmen  für die Zukunft auf europäischer Ebene  zu schaffen, denn diese ist jene, wo die Herausforderungen gemeistert werden können. Dies wurde von vielen Teilnehmern betont. Es gilt Europa als Ganzes  und über seine Grenzen hinaus zu denken und die Nachbarn im Norden, Osten und Süden in die Überlegungen miteinzubeziehen."

    Zur energiepolitischen Positionierung Europas  fügte Minister Mitterlehner hinzu:

    "Energie ist in den vergangenen Jahren zu einem der  wichtigsten Themen im Produktionsprozess geworden und maßgeblich für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes  verantwortlich. Österreich hat eine sehr gute Position als Energiedrehscheibe in der Mitte Europas, z.B. indem es aus den Pumpspeicherkraftwerken die Ausgleichsenergie für Deutschland zur Verfügung stellt, wenn dort der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint."

    Im Kreis hochrangiger Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft sowie mit Vertretern europäischer Nachbarländer wurde bei dem zweitägigen Forum über europäische Energiepolitik debattiert. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf  folgenden Themen:

    Wie reagiert Europa auf die Tatsache, dass in den USA Gas aufgrund der umfangreichen Förderung von Schiefergas nur ein Viertel des europäischen Gases kostet. Wie wirkt sich das auf die europäischen Klimaschutzziele aus.

    Wie können die Erneuerbaren Energien marktfähig  und Investoren angelockt werden, ohne weiterhin Milliarden  auf  Jahrzehnte garantierte Einspeisetarife aufzuwenden.

    Wie schaffen wir Akzeptanz  für den Ausbau der Netze, die den Ökostrom dorthin transportieren, wo er gebraucht wird.

    Wie erreichen wir mehr Energie- und Kosteneffizienz, um den Industriestandort Europa und damit Arbeitsplätze zu sichern. Der Innovation kommt dabei eine wichtige Rolle zu.

    Die Notwendigkeit einer aktiven Energieaußenpolitik insbesondere in Bezug auf die Nachbarn der EU im Norden, Osten und Süden.

    Ein themenübergreifender Diskussionsgegenstand war das am 27. März 2013 von der EU-Kommission angenommene Grünbuch „Ein Rahmen für die Klima- und die Energiepolitik bis 2030“.

    Neben dem amtierenden irischen Energieratsvorsitzenden Pat  Rabbitte, dem EU-Kommissar für Regionalpolitik Johannes Hahn, Minister Mitterlehner, der litauische Energieminister Jaroslav Neverovic, der rumänische Wirtschaftsminister Constantin Nita und der Energieminister der Ukraine, Eduard Stavytskyi und Marokkos Energieminister Fouad Douiri an der Debatte in 4 Diskussionsforen teil. Ferner fanden sich  hochrangige Vertreter der europäischen Energiewirtschafft  sowie Vertreter internationaler und wissenschaftlicher Organisationen in Lech ein. Insgesamt zählte das Forum  73 Teilnehmer.

    Minister Mitterlehener hob die Bedeutung des Energie Forum Lech hervor:

    "Als für die Bereiche Energie und Tourismus zuständiger Minister bin ich dankbar und stolz, dass dieses Forum in Lech stattfindet", sagte  Mitterlehner. "Hier können wir in hochkarätiger Runde das Spannungsfeld der aktuellen Energiethemen ausleuchten und offen diskutieren."

    Das Forum, das  2013 zum zweiten Mal tagte, erhebt den Anspruch, in der Debatte über die Zukunft der europäischen Energiepolitik meinungsbildend zu sein.

     

    Rückfragehinweis:

    Marlene Holzner, Pressesprecherin für Energie der Europäischen Kommission, Tel.: +32 498 98 22 807
    Heinz R. Miko, Pressesprecher der Vertretung der EU-Kommission in Österreich, Tel.: +43 676 7908045

     

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    Letzte Aktualisierung: 12/04/2013  |Seitenanfang