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Europa und Österreich: Es wächst zusammen, was zusammen gehört
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25.02.2013

Richard Kühnel, Vertreter der EU-Kommission in Österreich, stellte aktuelle Eurobarometer-Ergebnisse vor, wonach sich eine Mehrheit der Österreicher als Bürger der EU fühlen. In seinem Ausblick auf das europapolitische Jahr 2013 sieht Kühnel Licht am Ende des Tunnels, wiewohl im Rahmen des Europäischen Semesters weiterer Reformbedarf bestehen bleibt.

    Richard Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich. Credit: Vertretung der EU-Kommission in Österreich/APA-Fotoservice/Preiss

    Die Mehrheit der Österreicher begreift sich mittlerweile als Bürger der Europäischen Union. Die Österreicher schätzen Errungenschaften der EU wie freien Personen-, Waren-, und Dienstleistungsverkehr, Frieden, den Euro oder die Wirtschaftskraft der EU deutlich positiver ein als der EU-Durchschnitt. Allerdings ist der Grad der Informiertheit zu Europathemen in Österreich rückläufig. Das sind zentrale Erkenntnisse der aktuellen Eurobarometer-Umfrage, die der Vertreter der EU-Kommission in Österreich, Richard Kühnel, heute in einer Pressekonferenz vorstellte.

     
    "Die Ergebnisse zeigen, dass die Österreicherinnen und Österreicher viel stärker mit Europa und den Errungenschaften verbunden sind, als dies oftmals dargestellt wird. Wir freuen uns, dass sowohl das Interesse an europäischen Themen als auch die praktischen Vorteile der EU überdurchschnittlich gut abschneiden. Das zeigt uns auch, dass der aktuelle Kurs der EU in der Krise als richtig und wichtig wahrgenommen wird. Gleichzeitig sind wir in der Pflicht noch mehr zur Information der Bürger zu ihren Rechten in der EU beizutragen. Insbesondere in Krisenzeiten müssen wir noch stärker auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen. Je konkreter, desto besser. Dazu sind das Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger 2013 sowie die Bürgerinitiative Instrumente, die wir noch stärker nutzen wollen", so der Kommissionsvertreter beim Pressegespräch.


    Kühnel ging auch die wichtigsten europaapolitischen Themen und Herausforderrungen 2013 aus Sicht der Kommission ein. 20 Jahre nach Einführung der europäischen Bürgerschaft steht sie im „europäischen Jahr der Bürger 2013“ im Mittelpunkt. Gleichzeitig wird intensiv über die Zukunft der Europäischen Union diskutiert.

     
    Weitere Schwerpunkte sind die Schuldenkrise sowie strukturelle Reformen in allen Mitgliedsstaaten. Im Rahmen der Zusammenarbeit im Europäischen Semester wird die Kommission Reformschritte überwachen und Empfehlungen an die Mitgliedsstaaten geben:


    "Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat deutlich gezeigt, dass unsere Volkswirtschaften enger denn je miteinander vebunden sind. 2013 sollte auch das Jahr sein, wo wir in Europa Licht am Ende des Tunnels sehen. Die Anpassungsprozesse greifen, die jeweiligen Leistungsbilanzüberschüsse und –defizite gehen zurück. In der EU 27 erwarten wir bereits dieses Jahr ein leichtes Wachstum von 0,1% des BNP. Darüber hinaus hat sich die Lage an den Kapitalmärkten entspannt. Wir haben nun die Zeit gewonnen, um uns auf Strukturreformen zu konzentrieren, die in Österreich und in Europa gemeinsam und koordiniert angegangen werden müssen. Damit können wir gemeinsam wieder stärker das Vertrauen der Menschen in Europa gewinnen.", sagte Kühnel zu den Herausforderungen für die kommenden Monate.


    Laut Kühnel gibt es europaweit weiterhin dringenden Handlungsbedarf bei der Haushaltskonsolidierung, Wiederherstellung einer normalen Kreditvergabe an die Wirtschaft, der Förderung von Wachstum und Beschäftigung, bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Bewältigung der sozialen Krise sowie der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung. Dies hat die EU-Kommission nach einer breiten Debatte mit den Mitgliedsstaaten im Jahreswachstumsbericht 2013 festgelegt.

     

    Hintergrund

    Das Europäische Semester ist ein für die Verwirklichung der Europa 2020-Strategie für Wachstum und nachhaltige Prosperität eingerichteter Kontroll- und Überwachungsmechanismus. Jedes Jahr nimmt die Kommission eine eingehende Analyse der Wirtschafts- und Strukturreformprogramme der EU-Länder vor und gibt ihnen Empfehlungen für die nächsten 12 bis 18 Monate.

     

     

    Rückfragehinweis:

    Heinz R. Miko
    Pressesprecher
    Europäische Kommission, Vertretung in Österreich
    Tel.: +43 1 51618-329
    Fax: +43 1 5134225
    Mobil: +43 676 7908045
    E-Mail: Heinz-Rudolf.Miko@ec.europa.eu

     

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    Letzte Aktualisierung: 27/02/2013  |Seitenanfang