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Binnenmarkt für Forschung – Weitere Hindernisse werden abgebaut
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18.07.2012

Die EU-Kommission hat weitere Maßnahmen vorgeschlagen, wie ein gemeinsamer europäischer Markt für Forschung vollendet werden kann. Ziel: mehr grenzüberschreitende und unkomplizierte Innovationen und Mobilität für Forscher – und damit eine Stärkung Europas im globalen Wettbewerb.

    Laboratorium

    Die Europäische Kommission hat am 17. Juli 2012 konkrete Schritte festgelegt, die die Mitgliedstaaten zur Vollendung des Europäischen Forschungsraums (EFR) – eines Binnenmarktes für Forschung und Innovation in Europa – ergreifen sollten. Ziel dabei ist, es Forscherinnen und Forschern, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu ermöglichen, leichter in andere Staaten zu wechseln und über Grenzen hinweg in Wettbewerb zu treten und zusammenzuarbeiten. Zudem ist ein leichterer Zugang zu Forschungsergebnissen geplant.

    Richard Kühnel, Vertreter der EU-Kommission in Österreich, sagte dazu: "Wir haben in Europa und Österreich eine starke Basis an hervorragenden Wissenschaftlern und Forschern. Europäische und österreichische Unternehmen setzen sich im Wettbewerb mit innovativen Produkten und Dienstleistungen durch. Auf lange Sicht wird das aber nicht reichen. Denn die Konkurrenz in Asien und den USA schläft nicht. Wir müssen daher verstärkt auf den Austausch setzen und Hindernisse für grenzüberschreitende Zusammenarbeit abbauen, damit Forscher problemlos im Ausland wie im Heimatland arbeiten können. Die EU unterstützt dies seit Jahrzehnten mit kooperativen Forschungsprojekten, Analysen und Fördermitteln. Nun sind aber die nationalen Akteure gefordert, damit wir hier weiter vorankommen."

    Die Staats- und Regierungschefs der EU haben wiederholt betont, wie wichtig die Vollendung des Europäischen Forschungsraums ist, und in ihren Schlussfolgerungen anlässlich des Europäischen Rates im Februar 2011 und März 2012 dafür eine Frist bis zum Jahr 2014 gesetzt. Die Rolle des Europäischen Forschungsraums bei Europas Streben nach Wettbewerbsfähigkeit wird auch im Pakt für Wachstum und Beschäftigung hervorgehoben, auf den sich der Europäische Rat am 28./29. Juni geeinigt hat.
    Die Vorschläge der Kommission zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums konzentrieren sich auf fünf Schwerpunktbereiche, in denen Fortschritte erzielt werden müssen:

    • eine erhöhte Effektivität nationaler Forschungssysteme;
    • verbesserte länderübergreifende Zusammenarbeit und entsprechender Wettbewerb, einschließlich der Errichtung und des effektiven Betriebs wichtiger Forschungsinfrastrukturen;
    • einen offeneren Arbeitsmarkt für Forscherinnen und Forscher;
    • Gleichstellung der Geschlechter und Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts in Einrichtungen, die Forschungsprojekte durchführen bzw. diese auswählen;
    • den optimalen Austausch und Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse, auch über digitale Mittel, sowie einen breiteren und schnelleren Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Daten.

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    Letzte Aktualisierung: 18/07/2012  |Seitenanfang