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7. Forschungsrahmenprogramm geht in finale Runde
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09.07.2012

In der letzten Ausschreibungsrunde des 7. Forschungsrahmenprogramms (FRP) stehen insgesamt 8,1 Mrd. EUR zur Verfügung. Österreich gehört zu den Ländern, die sehr erfolgreich internationale Forschungsprojekte ins Leben rufen und durchführen, wie heute bei einer Veranstaltung in der WKÖ deutlich wurde.

    v.l.n.r.: Burkert_Egerth_Burtscher_Ruebig_Schultz (Credits: WKÖ/Leithner)

    Unter anderem stellte Dr. Wolfgang Burtscher, stellvertretender Generaldirektor für Forschung und Innovation bei der EU-Kommission, Details zur letzten Ausschreibungsrunde vor: "Bei den in den diesjährigen Calls bereitgestellten Mitteln handelt es sich um die höchste im 7. FRP ausgeschriebene Summe. Die Ausschreibungsrunde 2012 gilt aber auch als Übergangsphase für das kommende Forschungsprogramm der EU, Horizon2020. Im Mittelpunkt stehen dabei ganz klar Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Innovation und Forschung", so der Vorarlberger.

    Auf der gemeinsamen Informationsveranstaltung von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, der Wirtschaftskammer Österreich, der EU-Kommission und verschiedenen österreichischen Bundesministerien wurden auch bisherige Erfolge in Österreich vorgestellt: So gehört Österreich mit einer Rückflussquote von 130% an FRP-Fördergeldern zu den erfolgreichsten Ländern in Europa. Insgesamt wurden in Europa mit dem 7. FRP bereits 19.000 Projekte mit 79.000 Teilnehmern gefördert, darunter rund 13.700 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie über 50.000 individuelle ForscherInnen. In Österreich haben rund 2150 Teilnehmer insgesamt 709 Mio. EUR Projektförderung erhalten. Die meisten Forschungsprojekte wurden dabei mit deutschen, britischen, italienischen, französischen und spanischen Projektpartnern durchgeführt. Die meisten Anträge kamen aus Institutionen in Wien, Graz und Innsbruck.  

    Die Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen im 7. FRP sind sowohl auf Innovationen als auch auf eine Reihe gesellschaftlicher Herausforderungen ausgerichtet und schaffen somit einen Übergang zu Horizont 2020, dem nächsten Forschungsförderungsprogramm der EU von 2014-2020. Insgesamt sind 4,8 Mrd. EUR für bestimmte thematische Forschungsprioritäten ausgewiesen. Industrielle Innovationen werden durch marktnahe Maßnahmen wie Pilot- und Demonstrationsprojekte, Standardisierung und Technologietransfer gefördert. Besonderes Augenmerk gilt KMU, für die Fördermittel von bis zu 1,2 Mrd. EUR vorgesehen sind. Rund 2,7 Mrd. EUR werden dazu beitragen, Europas Reputation als Standort allererster Klasse in der Forschung zu festigen, hauptsächlich durch Einzelzuschüsse des Europäischen Forschungsrats (1,75 Mrd. EUR) und durch Marie-SkÅ‚odowska-Curie-Maßnahmen (963 Mio. EUR) für Ausbildung und Mobilität in der Forschung.
    Damit die Spitzenforschung gleichmäßiger über Europa verteilt wird, wird eine neue Initiative für „Lehrstühle im Europäischen Forschungsraum (EFR)” ausgearbeitet. Bei einer 12 Mio. EUR umfassenden Pilot-Aufforderung werden insgesamt fünf EFR-Lehrstühle ausgewählt, die an Universitäten oder anderen förderfähigen Forschungsinstitutionen in weniger entwickelten Regionen in fünf verschiedenen EU-Ländern ansässig sein müssen.

    Die meisten Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen (Ausschreibungen zur Beantragung von Geldern) werden am 10. Juli veröffentlicht. Weitere spezifische Aufforderungen folgen noch im Herbst. Die FFG unterstützt Antragsteller in Österreich bei Fragen und Anträgen rund um das 7. FRP.

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    Letzte Aktualisierung: 09/07/2012  |Seitenanfang