Navigationsleiste

Digitale Agenda: Keine überzogenen Roamingpreise für mobiles Internet mehr
VersendenVersendenDruckenDrucken
28.06.2012

Ab dem 1. Juli 2012 müssen Verbraucher deutlich weniger zahlen, wenn sie auf Auslandsreisen in EU-Staaten über eine Mobilfunkverbindung auf das Internet zugreifen wollen, um z. B. Karten abzurufen, Videos oder Fotos hochzuladen, soziale Netze zu besuchen oder E-Mails zu versenden. Grund ist eine neue EU-Verordnung, die erstmals Preisobergrenzen für das Datenroaming (das Herunterladen von Daten aus dem Internet über eine Mobilfunkverbindung im Ausland) vorsieht. Auch Preise für Anrufe und SMS sinken.

    Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, EU-Kommissarin für Digitale Agenda

    Richard Kühnel, Vertreter der EU-Kommission in Österreich, sagt anlässlich der nächsten Roaming-Offensive der EU-Kommission:
    "Dank der Roaming-Initiative schaffen wir europaweit einheitlich niedrige Preise beim Telefonieren. Erstmals werden ab 1. Juli auch Obergrenzen für Daten-Roaming eingeführt - damit sind böse Überraschungen durch hohe Telefonrechnungen nach einem Aufenthalt im EU-Ausland nicht mehr möglich. Das ist gut für die steigende Zahl an Smartphone-Nutzern. In Zukunft gehen wir sogar noch weiter: Wir wollen den Wettbewerb bei Telefonanbietern steigern, damit Roaming-Preise dauerhaft sinken."

    Wie hoch ist das Sparpotenzial?
    Im Vergleich zu den Preisen von 2007 wird die verbesserte EU-Roamingverordnung – unter Berücksichtigung von Anrufen, SMS und Datenverkehr – den Verbrauchern über die gesamte Palette der Mobilfunkdienste Einsparungen in Höhe von 75 % bringen. Dieses Jahr werden die Europäer etwa 5 Mrd. EUR für Roamingdienste ausgeben. Das bedeutet eine Einsparung von rund 15 Mrd. EUR gegenüber dem, was dieselben Dienste vor dem Inkrafttreten der ersten EU-Roamingverordnung im Jahr 2007 gekostet hätten.

    Gibt es weitere Ziele?
    Die am 1. Juli in Kraft tretenden Vorschriften stehen am Anfang einer Reihe von Maßnahmen zur schrittweisen Senkung der Preisobergrenzen. Ziel ist ein neues System mit größeren Auswahlmöglichkeiten, einem verstärkten Wettbewerb und noch niedrigeren Roamingpreisen. Die Verbraucher sollen letztlich die Möglichkeit erhalten, vor einer Reise einen separaten Roamingvertrag abzuschließen oder sich – ähnlich wie bei der Wahl eines WLAN – am Zielort einen Provider zu suchen. Diese Möglichkeit wird ab dem 1. Juli 2014 bestehen.

    Links zum Thema

    Letzte Aktualisierung: 28/06/2012  |Seitenanfang