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Neue und effektivere elektronische Identifizierung im EU-Ausland
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05.06.2012

Die Europäische Kommission hat neue Vorschriften vorgeschlagen, um grenzüberschreitende und sichere elektronische Transaktionen in Europa zu ermöglichen. Die vorgeschlagene Verordnung soll dafür sorgen, dass Personen und Unternehmen mit ihren eigenen nationalen elektronischen Identifizierungssystemen (eID-Systeme) öffentliche Dienste in anderen EU-Ländern in Anspruch nehmen können. Davon profitieren EU-Bürger, die E-Governance und ähnliche Anwendungen im Ausland nutzen wollen.

    Tablet-Computer

    Die größten Vorteile bringt die Verordnung für Studierende, die sich online an einer ausländischen Universität einschreiben können, anstatt ins Ausland zu reisen, BürgerInnen, die den Umzug in ein anderes EU-Land organisieren, im Ausland heiraten wollen oder mehrere Steuerklärungen abgeben müssen, PatientInnen, die im Ausland behandelt werden müssen, Unternehmen, die sich online an öffentlichen Ausschreibungen überall in der EU beteiligen und ihre Angebote elektronisch unterzeichnen können, sowie Personen, die Geschäfte in einem anderen EU-Land machen wollen und Behörden, die ihren Verwaltungsaufwand verringern und so effizienter arbeiten können.

    Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes sagte hierzu: „Menschen und Unternehmen sollten in einem grenzenlosen digitalen Binnenmarkt auch grenzüberschreitende Transaktionen durchführen können, denn das ist ja der große Vorteil des Internets. Dabei kommt es auf Rechtssicherheit und Vertrauen an, und deshalb brauchen wir weiter reichende Vorschriften für elektronische Signaturen und die elektronische Identifizierung.“

    Die beiden Bestandteile der neuen Verordnung, eID und e-Signatur, werden verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, um sichere und nahtlose elektronische Transaktionen zwischen Unternehmen, BürgerInnen und öffentlichen Verwaltungen zu ermöglichen. Sie wird jedoch nicht ein europäisches eID-Stystem oder eine europäische Datenbank einführen, Dritten den Zugang zu persönlichen Daten ermöglichen und weder EU-Mitgliedstaaten zur Einführung noch deren BürgerInnen zur Nutzung nationaler Personalausweise oder anderer eID-Lösungen verpflichten.

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    Letzte Aktualisierung: 08/06/2012  |Seitenanfang