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Europatag 2012 im Haus der EU
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09.05.2012

Die Leiter des EU-Hauses in Wien, Richard Kühnel (EU-Kommission) und Georg Pfeifer (EU-Parlament), eröffneten die diesjährige Europatagsfeier. Die Festredner Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Michael Spindelegger, Othmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, sowie EU-Regionalkommissar Johannes Hahn betonten die Rolle Europas für Frieden, Wachstum und Stabilität, mahnten aber, dass diese Errungenschaften keine Selbstverständlichkeit seien.
    v.l.n.r., oben: Georg Pfeifer, Michael Spindelegger, Johannes Hahn, Werner Faymann, Othmar Karas, Richard Kühnel, Wolfgang Waldner, Josef Ostermayer; unten: Musikerinnen des European Youth Orchestra (Photocredit: APA-OTS Fotoservice/Preiss)

    Bundeskanzler Werner Faymann nutzte die Gelegenheit des heutigen Europatags allen zu danken, die sich für das Projekt Europa in Österreich und darüber hinaus einsetzen: "Zusammenarbeit heißt auch füreinander gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Dafür braucht es neben einer guten Organisation auch Solidarität und das Herz der Menschen, damit wir mehr Wohlstand, mehr Rechte und faire Grundlagen für die Gesellschaft erreichen. Das heißt Mut zu gemeinsamen Projekten."

    Ähnlich äußerte sich Vizekanzler Michael Spindelegger: "Trotz der vielen Erfolge kennen alle die aktuellen Probleme, die aus der Schulden- und Wirtschaftskrise hervorgehen. Wir müssen daher heute mehr denn je mit den Bürgern zusammenarbeiten. Daher haben wir eine neue Initiative, die so genannten "Townhall Meetings", ins Leben gerufen, um noch intensiver mit den Menschen in Dialog zu treten. Nicht zuletzt, um noch viel stärker auf die vier Sicherheiten, die die EU uns allen bietet, Stabilität, qualitatives Wachstum, Nachhaltigkeit und Friede hinzuweisen."

    Othmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, unterstrich: "Wir wollen das Europa jener, die die Zusammenarbeit suchen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Anschauung. Wir wollen kein Europa der Regierungen und der Polstertüren, wir wollen ein Europa des Rechts, der Werte und der Bürger. Wir wollen miteinander das tun, was wir erfolgreich gemeinsam gestalten können: Die Herausforderungen der Wirtschaft, der Demografie und der Veränderungen erfolgreich meistern. Europa beruht auf einer Solidarität der Taten. Für diese Taten braucht es einen politischen Willen, aber auch Optimismus, aus dem wir Kraft und Zuversicht schöpfen, um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen."

    EU-Kommissar Hahn appellierte, sich am heutigen Europatag der bereits erzielten Erfolge zu besinnen: "Global gesehen sind wir der wichtigste wirtschaftliche Akteur. Mit nur 7 % der Weltbevölkerung stellen wir 20 % aller weltweiten Exporte/Importe." Hahn unterstrich auch die zentrale Bedeutung der EU-Wachstumsstrategie: "Ich freue mich, dass jetzt viel über Wachstum geredet wird. Wachstum heißt jedoch nicht, die notwendigen Strukturreformen ad acta zu legen. Es bedeutet kluges Investieren, immer mit dem Ziel mehr herauszubekommen als wir eingezahlt haben." Abschließend nahm Hahn auf Österreich Bezug: "In vielen Bereichen wie zum Beispiel der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und der dualen Berufsausbildung ist Österreich ein Erfolgsmodell. Das ist Europa: voneinander lernen und trotz der Heterogenität erfolgreich zusammenzuarbeiten."

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    Letzte Aktualisierung: 22/05/2012  |Seitenanfang