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EU-Forschungskommissarin Geoghegan-Quinn in Wien
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24.04.2012

EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn war vom 23. bis 24. April 2012 zu Gast in Wien. Auf dem Programm des zweitägigen Besuchs standen die Gala des Europäischen Forschungsrates (European Research Council - ERC), verschiedene Arbeitstreffen mit VertreterInnen aus Wissenschaft und Forschung, eine Pressekonferenz mit Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle, die Teilnahme an der Konferenz "Horizon 2020" sowie ein Besuch des Campus Vienna Biocenter.

    EU-Forschungskommissarin Geoghegan-Quinn in Wien

    Die Forschungskommissarin konnte gestern Abend im Rahmen der "ERC-Gala" gemeinsam mit ERC-Präsidentin Helga Nowotny und Minister Töchterle zahlreiche ERC-PreisträgerInnen begrüßen. Seit Bestehen des Europäischen Forschungsrates waren in Österreich tätige WissenschaftlerInnen beim Einwerben von "Starting Grants" und "Advanced Grants" sehr erfolgreich: Seit 2007 wurden 68 Grants an österreichischen Institutionen eingeworben und damit Fördergelder in der Höhe von insgesamt rund 77 Millionen Euro nach Österreich geholt.

    "Österreich steht, wenn es um den Zugang zu Finanzmitteln im Rahmen des 7. Rahmenprogramms geht, bereits sehr gut da. Seit Februar dieses Jahres gibt es 2.073 Teilnehmer aus Österreich im Rahmen des RP7, mit einer Gesamtsumme an Europäischen Fördermitteln von 672 Millionen Euro. Eines von 10 Projekten weist irgendeine Form österreichischer Beteiligung auf. Österreich liegt an 9. Stelle in der Reihung der EU-27, was eine überdurchschnittlich gute Position für ein Land bedeutet, das nicht zu den größten Mitgliedstaaten gehört," so die Forschungskommissarin.

    Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Minister Töchterle sowie bei der Konferenz "Horizon 2020 - Rückenwind für Österreichs Forschung und Innovation?" erläuterte Geoghegan-Quinn die Eckpfeiler und die Bedeutung des neuen EU-Forschungsrahmenprogramms "Horizon 2020" (Laufzeit 2014 - 2020). Mit dem im November angekündigten Programm will die Kommission 80 Milliarden Euro in Forschung und Innovation investieren, um Wachstum und Beschäftigung in Europa anzukurbeln.Gala des Europäischen Forschungsrates

    "Horizon konzentriert sich auf die Unterstützung der besten Forschungs- und Innovationsideen, die große Geschäftschancen bieten und das Leben von Millionen von Menschen verbessern. Kurz gesagt, Horizon 2020 wird zur Verbesserung unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft beitragen," unterstrich die Kommissarin. "Horizon 2020 bedeutet Vereinfachung, mehr Forschung und weniger Bürokratie. Mit dem Programm werden erstmals alle bisherigen EU-Forschungsprogramme unter einem einzigen Dach zusammengefasst und die Teilnahmeregeln radikal vereinfacht, um den Zugang zu den Fördermitteln zu erleichtern."

    Mit dem neuen Programm will die Kommission Pionierforschung und exzellente Forschungsinfrastrukturen fördern. Sie will strategische Investitionen in innovative KMU und in Schlüsseltechnologien unterstützen und sich auf die größten gesellschaftlichen Herausforderungen Europas wie Lebensmittelsicherheit, Klimaschutz, Bevölkerungsalterung oder saubere und effiziente Energie konzentrieren.

    "Horizon 2020 bietet österreichischen ForschernInnen, Unternehmen, KMU und Innovatoren viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Wer weiß, vielleicht könnte die Arbeit der NachfolgerInnen von Freud, Doppler, Schrödinger oder Lamarr von Horizon 2020 finanziert werden!"

    Zum Abschluss ihres Besuchs nutzte die Forschungskommissarin die Gelegenheit, den Campus Vienna Biocenter (CVBC) im 3. Wiener Gemeindebezirk zu besuchen. Dieser beheimatet zahlreiche biowissenschaftliche Forschungseinrichtungen mit Schwerpunkt auf Mikrobiologie, Biochemie und Biocomputing.

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    Letzte Aktualisierung: 24/04/2012  |Seitenanfang