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Richard Kühnel, Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich kommentierte die aktuellen Ergebnisse so: "Ich halte es für bemerkenswert, dass Österreich seinen europäischen Spitzenplatz bei der Innovationsförderung behauptet. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Investitionen in Innovation eine Vorleistung für zukünftige Erfolge."
Im Leistungsanzeiger der Innovationsunion 2011 werden die Mitgliedstaaten in folgende vier Ländergruppen eingeteilt:
- Innovationsführer: Schweden, Dänemark, Deutschland und Finnland.
- Innovationsfolger: Belgien, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Österreich, Luxemburg, Irland, Frankreich, Slowenien, Zypern und Estland: Die Leistung dieser Länder liegt nahe am Durchschnitt der EU-27.
- Mäßige Innovatoren: Italien, Portugal, die Tschechische Republik, Spanien, Ungarn, Griechenland, Malta, Slowakei und Polen: Die Leistung dieser Länder liegt unterhalb des EU-27-Durchschnitts.
- Bescheidene Innovatoren: Rumänien, Litauen, Bulgarien und Lettland: Die Leistung dieser Länder bewegt sich weit unterhalb des Durchschnittswertes für die EU-27.
Die Länder auf den Spitzenpositionen des zusammengesetzten Innovationsindikators weisen eine Reihe gemeinsamer Stärken ihrer Forschungs- und Innovationssysteme auf, wobei die Unternehmenstätigkeit und die öffentlich-private Zusammenarbeit eine Schlüsselrolle spielen. Die europäischen Spitzeninnovatoren brillieren zudem bei der Vermarktung ihres technologischen Wissens.
Österreich liegt über dem EU-Durchschnitt, musste aber im Vergleich zum Vorjahr mit Platz 8 (von 27) einen Platz einbüßen. Die Innovationsleistung in Österreich zeichnet sich besonders durch ein offenes und attraktives Forschungssystem aus. Besonders bei den wissenschaftlichen Publikationen konnte Österreich punkten. Schwachstellen gibt es dagegen bei der Finanzierung und Förderung von Innovationen im Privatsektor, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, bei denen Produkt- und Prozessinnovationen deutlich zurückgegangen sind.
Grundlage des Leistungsanzeigers der Innovationsunion 2011 bilden gegenwärtig 24 Indikatoren, die in drei Hauptkategorien und acht Dimensionen unterteilt sind:
- „Grundlagen“: grundlegende Bausteine zur Förderung der Innovation („Humanressourcen“, „Offene, hervorragende und attraktive Forschungssysteme“ und „Finanzierung und Förderung“);
- „Unternehmenstätigkeiten“: Erfassung der Innovationsbemühungen in den europäischen Unternehmen („Unternehmensinvestitionen“, „Vernetzung und unternehmerische Initiative“ sowie „Intellektuelles Kapital“); und
- „Outputs“: Vorteile für die Wirtschaft als Ganzes (Innovatoren und wirtschaftliche Auswirkungen, einschließlich Beschäftigung).
Der Innovation Scoreboard ist Teil der Innovation Union und wird im Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation der Generaldirektion für Unternehmen durchgeführt. Ziel des seit 2007 erhobenen Indexes ist die Stärkung der europäischen Innovationslandschaft.
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