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25 Jahre Erasmus – "Eine der größten Erfolgsgeschichten der EU"
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30.01.2012

Das weltweit erfolgreichste Austauschprogramm für Studierende feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Seit dem Start des Programms im Jahr 1987 haben fast drei Millionen Studierende von der Möglichkeit eines Studien- oder Arbeitsaufenthalts im Ausland Gebrauch gemacht.

    25 Jahre Erasmus

    Die Feierlichkeiten zu diesem Jubiläum werden heute unter dem Slogan "25 Jahre Erasmus: prägende Erfahrungen – neue Perspektiven" mit einer Konferenz eingeläutet, an der auch zwei österreichische "Erasmus- Botschafter" teilnehmen werden.

    Das Erasmus-Programm ist heute aus dem europäischen Hochschulbetrieb nicht mehr wegzudenken. Europaweit haben bereits knapp drei Millionen Menschen die Möglichkeit genutzt, in einem anderen Land zu studieren. Für viele ist es die ideale Gelegenheit, sich für eine längere Zeit mit einer anderen Kultur auseinanderzusetzen, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und dabei Erfahrungen zu sammeln, die einen prägenden Einfluss hinterlassen.

    An der heutigen Konferenz zum 25-jährigen Bestehen von Erasmus werden auch Erasmus-Botschafter und -Botschafterinnen der 33 teilnehmenden Länder vertreten sein. Dies sind pro Land jeweils eine Studentin oder ein Student und eine Lehrkraft. Österreich wird durch Elena Luptak (Lehrkraft) und René Kremser (Student) vertreten sein. Sie sollen Studierende ermutigen, die Möglichkeiten von Erasmus zu nutzen. Sowohl für Elena als auch für René war der Auslandsaufenthalt mit dem Erasmus-Programm eine der prägendsten Erfahrungen, die sie je gemacht haben.

    Präsident Barroso unterstrich, dass das Programm nicht nur Studierenden zugute komme, sondern sich auch positiv auf die europäische Wirtschaft auswirke. Das Programm fördere Lehre von hoher Qualität und ein modernes Hochschulwesen mit engeren Kontakten zwischen Hochschuleinrichtungen und Unternehmen und trage somit dazu bei, die Diskrepanz zwischen vorhandenen und nachgefragten Qualifikationen abzubauen. Darüber hinaus vermittle es jungen Menschen das Vertrauen und die Fähigkeit, in anderen Ländern zu arbeiten, in denen es Bedarf für ihre Qualifikationen gebe.

    Androulla Vassiliou, die für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend zuständige EU-Kommissarin, bezeichnete das Erasmus-Programm als "eine der größten Erfolgsgeschichten der Europäischen Union". Das Programm ist der Kommissarin zufolge ein hervorragendes Mittel, um die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, indem die Studierenden während ihres Aufenthaltes neue Kompetenzen erwerben können, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Aber auch die heimischen Hochschuleinrichtungen profitieren davon, indem auch den Lehrenden die Möglichkeit geboten wird, sich im Ausland zu betätigen und die besten Ideen, die sie sich im Ausland geholt haben, zu Hause umzusetzen, was wiederum die Qualität der Lehre erhöht.

    Die Erasmus-Plätze sind folglich auch heiß begehrt. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem – im akademischen Jahr 2011/2012 werden mehr als 250 000 Studierende über Erasmus ins Ausland gehen - weshalb die Kommission beschlossen hat, das Programm in Zukunft auszuweiten. Unter dem Dachnamen "Erasmus for All" soll doppelt so vielen Menschen die Möglichkeit geboten werden, einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren. 1987 galten die Studierenden, die sich dem Erasmus-Programm anschlossen, noch als Pioniere. Damals nahmen nur 3244 junge, abenteuerlustige Studierende daran teil.

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    Letzte Aktualisierung: 06/02/2012  |Seitenanfang