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Press Freedom Award 2011 an ungarische Journalisten verliehen
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09.12.2011

Mária Vásárhelyi und Pál Dániel Rényi sind die Preisträger des Press Freedom Award 2011. Der in diesem Jahr von „Reporter ohne Grenzen“ für Ungarn ausgeschriebene Preis wurde für Beiträge zum Thema Pressefreiheit in den Wochenzeitungen „Élet és Irodalom“ bzw. „Magyar Narances“ verliehen.

    Foto - APA: Ewa Nowotny, Rubina Möhring, Pál Dániel Rényi, Mária Vásárhelyi, Albert Rohan

    Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der hervorragenden fachlichen Qualität der vorgelegten Arbeiten, der Aktualität ihrer Thematik für die ungarische Gesellschaft und dem persönlichen Mut, den die beiden Journalisten durch die Publikation kritischer Artikel zu dieser Frage bewiesen haben, wie Jury-Sprecher Albert Rohan erläuterte. 

     
    Die diesjährige Laudatio hielt der renommierte Publizist und Ungarnexperte Paul Lendvai: "Mária Vásárhelyi hat in einer Reihe von glänzend geschriebenen Analysen Motive und Methoden bei der Entstehung der neuen Medienkonglomerate aufgezeigt. Darüber hinaus hat sie durch ihre wissenschaftliche Meinungsforschung zur kritischen Reflexion bestehender nationalistischer Vorurteile beigetragen. Pál Dániel Rényi hat vor allem durch seine gründlich recherchierten Aufsätze über die verschiedenen Aspekte der Mediengesetze die Gefahren für Pressefreiheit überzeugend dargestellt. Die Auszeichnung dieser zwei Journalisten und die indirekte Anerkennung auch für ihre Zeitungen durch eine so respektable internationale Institution wie „Reporter ohne Grenzen“ ist ein Signal der Ermutigung für die ungarischen Journalisten."


    Der Press Freedom Award macht Menschen sichtbar, die sich aktiv für Presse- und Meinungsfreiheit einsetzen. Reporter ohne Grenzen Österreich verleihen den Preis seit 2001 an Journalisten, Reporter und Publizisten in Südosteuropa, Mitteleuropa und den Nachbarstaaten der EU. In den letzten Jahren ging die Auszeichnung an engagierte Journalisten u.a. aus Tschechien, der Ukraine, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Zypern, Aserbaidschan und Russland.

     
    Richard Kühnel, Leiter der Vertretung der EU-Kommission, in Österreich sagte: "Freiheit und Pluralismus der Medien sind besonders wichtige Themen für Europa. Dieser Maßstab muss für alle gelten. Die EU-Kommission hat sich intensiv mit dem neuen ungarischen Mediengesetz beschäftigt und Änderungen im Gesetz erwirkt. Für deren Einhaltung ist die Zivilgesellschaft ein wichtiges Barometer." 

     
    Ewa Nowotny, Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission und Mitglied der Jury, unterstrich die Notwendigkeit des Einsatzes für Pressefreiheit: "Es bedarf ständiger Wachsamkeit, dieses Gut zu schützen und aufrecht zu erhalten. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, zwei Journalisten zu finden, die ihre Aufgabe ernst nehmen und sich nicht durch äußeren Druck beeindrucken lassen."


    "Wie nachhaltig unser Preis wirkt, zeigen die Beispiele unserer bisherigen Preisträger", sagte die Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, Rubina Möhring. "Eynullah Fatullayev, aserbaidschanischer Preisträger des Jahres 2009, ist nun wieder auf freiem Fuß. Michail Begetow, Preisträger des vorherigen Jahres, wurde  heuer sogar im Zuge des russischen Wahlkampfes von Ministerpräsident Putin publikumswirksam mit einem Preis bedacht."

     
    Die Veranstaltung fand unter dem Ehrenschutz der Österreichischen UNESCO-Kommission sowie mit Unterstützung der Vertretung der EU-Kommission und des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich statt. Passend zum Länderfokus Ungarn spielten die jungen Musiker des European Union Youth Orchestra ein Werk des ungarischen Komponisten Franz Liszt sowie einen ungarischen Tanz von Johannes Brahms.

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    Letzte Aktualisierung: 21/12/2011  |Seitenanfang