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Horizon 2020: 80 Milliarden Euro für Forschung und Innovation
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30.11.2011

Bei einem Pressegespräch im Haus der EU hat heute der stellvertretende Generaldirektor der Kommission für Forschung, Dr. Wolfgang Burtscher, die  Kommissionsvorschläge zum nächsten Rahmenprogramm für Forschung und Innovation vorgestellt. Mit "Horizon 2020“ kündigt die Kommission ein 80 Milliarden Euro schweres Programm zur Förderung von Forschung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa an. Das Rahmenprogramm läuft von 2014 bis 2020.

    Pressegespräch mit Wolfgang Burtscher, stv. Generaldirektor der Kommission für Forschung, im Haus der Europäischen Union

    Mit "Horizon 2020“ werden erstmals alle bisherigen EU-Forschungsprogramme unter einem einzigen Dach zusammengefasst. Zudem werden die Teilnahmeregeln radikal vereinfacht, um den Zugang zu den Fördermitteln zu erleichtern. Mit dem neuen Programm will die Kommission Pionierforschung und exzellente Forschungsinfrastrukturen fördern. Sie will strategische Investitionen in innovative KMU und in Schlüsseltechnologien unterstützen und sich auf die größten gesellschaftlichen Herausforderungen Europas, wie Lebensmittelsicherheit, Klimaschutz, Bevölkerungsalterung oder saubere und effiziente Energie konzentrieren.

    Im Rahmen des Pressegesprächs berichtete Dr. Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), über die Aktivitäten der FFG als nationale Kontaktstelle. Aus ihrer Präsentation ging hervor, dass es in Österreich bisher 1.800 erfolgreiche Beteiligungen an EU-Forschungsprogrammen gegeben hat, davon 200 europäische Projekte, die von Österreich aus koordiniert wurden.

    Eines dieser Erfolgsprojekte stellte Dr. Karl-Heins Leitner, vom AIT, dem Austrian Institute of Technology, im Anschluss an die Veranstaltung vor. Das im Rahmen des Siebten Rahmenprogramms (RP7) geförderte österreichische Projekt "Innovation futures in Europe (INFU)" untersucht Entwicklungstrends und Potentiale neuer Innovationsmodelle und unterstützt damit Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft.

    Zu "Horizon 2020" äußerte sich die für Forschung, Innovation und Wissenschaft zuständige EU-Kommissarin, Máire Geoghegan-Quinn in Brüssel: „Angesichts der dramatischen Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds, brauchen wir eine neue Vision für die europäische Forschung und Innovation. "Horizon 2020“ bietet direkte Anreize für die Wirtschaft und sichert unsere Wissenschafts- und Technologiebasis sowie die industrielle Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft. Zudem schafft das Programm die Voraussetzungen für eine intelligentere, nachhaltigere und stärker integrierte Gesellschaft.“ 

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    Letzte Aktualisierung: 30/11/2011  |Seitenanfang