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Präsident Barroso für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer
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28.09.2011

EU-Kommissionspräsident Barroso hat heute in seiner Grundsatzrede zur Lage der EU vor dem Europäischen Parlament in Straßburg zu einer Erneuerung Europas aufgerufen. Ziel sei eine Union der Stabilität und Verantwortung, des Wachstums und der Solidarität. Zur Stärkung der gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzpolitik kündigte Barroso neue Vorschläge für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in den 27 Mitgliedstaaten an.

    EU-Kommissionspräsident Barroso hält die Rede zur Lage der Union 2011 vor dem EU-Parlament in Straßburg

    "In den vergangenen drei Jahren haben die Mitgliedstaaten – oder besser gesagt, die Steuerzahler - 4,6 Billionen Euro zur Stabilisierung des Finanzsektors aufgebracht. Nun ist es an der Zeit, dass die Finanzbranche ihren Beitrag leistet und der Gesellschaft etwas zurückzahlt", so Präsident Barroso.

    Die Finanztransaktionssteuer würde auf alle zwischen Finanzinstituten durchgeführten Transaktionen mit Finanzinstrumenten erhoben werden, sofern mindestens eine Transaktionspartei ihren Sitz in der EU hat. Der Handel mit Anteilen und Anleihen würde mit einem Steuersatz von 0,1 % und Derivatkontrakte mit einem Steuersatz von 0,01 % besteuert werden. Dadurch wären jährliche Einnahmen von etwa 57 Milliarden EUR möglich. Nach dem Vorschlag der Kommission soll die Steuer am 1. Januar 2014 in Kraft treten.

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    Letzte Aktualisierung: 30/09/2011  |Seitenanfang