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10 Jahre NINE ELEVEN: Meinungsfreiheit wichtiger denn je!
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09.09.2011

Heute fand im Haus der Europäischen Union die Medientagung „Nine Eleven & Europe - 10 Years of Security Policy versus Freedom of Expression“ statt. Bei dieser hochrangigen Expertenkonferenz diskutierten Medien- und Sicherheitsexperten über die Auswirkungen in Europa der Terrorattacken von 2001.

    v.l.n.r. Dunja Mijatovic (OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit), Gerhard Sabathil (Direktor beim Europäischen Auswärtigen Dienst), Ian Kelly (US-Botschafter bei der OSZE), Freimut Duve (Gründer und erste Beauftragte für Medienfreiheit der OSZE), Eva Nowotny (Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission), Rubina Möhring (Reporter ohne Grenzen Österreich) und Richard Kühnel (Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich) Bildnachweis: APA-OTS Thomas Preiss

    Reporter spielen eine zentrale Rolle bei der Aufdeckung und Vorbeugung von Unrecht und Menschenrechtsverletzungen. In den Jahren nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben sie dazu beigetragen, Sicherheit zu gewährleisten, aber auch Missstände im Umgang damit aufzudecken. Auch in Zeiten verschärfter Sicherheitsmaßnahmen müssen die Meinungsfreiheit und die Arbeit der Medien vorbehaltlos unterstützt werden. Dies ist die wichtigste Erkenntnis der heutigen Veranstaltung.

    Richard Kühnel, Leiter der Kommissionsvertretung, hielt eine sehr emotionale Begrüßungsrede: "Ich habe 2011 in New York gelebt. Ich habe die Flugzeuge gesehen. Ich erinnere mich an die hilflose Ungläubigkeit und an die vergeblichen Versuche, Angehörige und Freunde zu erreichen. Ich erinnere mich an die Asche und an die unwirkliche Stille danach. Ich erinnere mich an den Schmerz und die Trauer. Aber ich erinnere mich auch an die Unerschütterlichkeit, die Stärke und den Lebensmut der Menschen der Stadt. Ich war damals ein New Yorker. In gewissem Sinne bin ich das noch heute und werde es immer sein".

    "Auf Freiheit und Verantwortung zu achten schien mir die notwendige Aufgabe des journalistisches Berufes", sagte der Gründer und erste Beauftragte für Medienfreiheit der OSZE, Freimut Duve. Seine Nachfolgerin im Amt, Dunja Mijatovic, ergänzte, dass sich das Mandat des OSZE-Beauftragten nicht verändert habe. Es gehe darum, das Recht auf freie Meinungsäußerung zu wahren und gleichzeitig dem berechtigten Anliegen der Regierungen nachzukommen, ihre Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

    Dr. Gerhard Sabathil, Direktor beim Europäischen Auswärtigen Dienst stellte klar, dass Nine Eleven für Europa ein einschneidendes Ereignis war und unterstrich die Solidarität Europas mit Amerika. Ian Kelly, US-Botschafter bei der OSZE, unterstrich die Rolle Neuer Medien bei der kollektiven Aufarbeitung von Nine Eleven. Auch die anwesenden Vertreter internationaler Journalistenvereinigungen betonten die Rolle des Internets für Transparenz.    

    Die Veranstaltung wurde von Reporter ohne Grenzen Österreich in Kooperation mit der OSZE, dem Medienhaus, dem Presseclub Concordia sowie der Kommissionsvertretung in Österreich organisiert.

    Begleitend zur Veranstaltung wurde auf Initiative der US- Botschaft bei der OSZE die Fotoausstellung "Headlines of History: Remembrance and Resilience" zu den Ereignissen am 11. September 2001 gezeigt.

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    Letzte Aktualisierung: 09/09/2011  |Seitenanfang